Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Am 12. Februar 2026 fand im Nachbarschaftshaus am Körnerpark die Konferenz „Weniger Müll in Neukölln – Wie schaffen wir das?“ statt.  Es kamen Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Nachbarschaftshaus am Körnerpark zusammen, um über Lösungen für das Müllproblem in Neukölln zu diskutieren. Ziel der Konferenz war es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, Verantwortlichkeiten zu klären und neue Ansätze für mehr Sauberkeit im Kiez zu finden. Im Mittelpunkt standen drei Leitfragen: Was können Politik und Zivilgesellschaft konkret tun? Wie können Kommunikation und Vernetzung verbessert werden? Welche Maßnahmen funktionieren nachweislich?

    Wir fassen die Ergebnisse für euch zusammen und zeigen: es gibt verschiedene Ansätzen, die wirken könnten. 

    Die Diskussionen und Workshops haben gezeigt, dass es sowohl strukturelle Veränderungen als auch mehr gemeinschaftliches Engagement braucht. Ein zentrales Thema war die Frage, wie was Politik und was die Verwaltung verbessern könnten. Viele Teilnehmende sahen hier großen Handlungsbedarf. Diskutiert wurden unter anderem:

    • Einrichtung einer zentralen Ansprechperson für Müllthemen im Bezirk
    • Aufbau eines Notfall-Teams für akute Müllprobleme
    • Mehr Personal bei Stadtreinigung und Ordnungsamt
    • Gezielte Reinigung von bekannten Müll-Hotspots
    • Bessere Finanzierung von Projekten zur Stadtsauberkeit

    Auch die Infrastruktur soll verbessert werden. Dazu gehören:

    • Mehr und größere Mülleimer im öffentlichen Raum
    • Regelmäßige Sperrmüllangebote z.B. monatliche Abholung gegen kleine Gebür oder jährliche kostenlose Sperrmüllabholung bei Privathaushalten
    • Verbesserungen bei der Ordnungsamt-App, insbesondere bei der Zuverlässigkeit von Meldungen
    • Mehr Handreinigung auf Grünstreifen und schmutzigen Ecken
    • Personal aufstocken und Begehungen der Kieze mit großen Reinigungstrupps
    • Regelmäßig „Müll-Hotspots“ identifizieren und abarbeiten

    Neben der Beseitigung von Müll ging es auch darum, wie Müll gar nicht erst entsteht. Wichtige Ansätze sind:

    • Förderung und Belohnung von Mehrwegsystemen
    • Verpflichtungen für „To-Go“-Angebote zur Nutzung von Mehrweg
    • Einführung möglicher Gebühren auf Einwegverpackungen
    • Ausbau und Vereinfachung von Pfand- und Rücknahmesystemen

    Ergänzend wurde betont, dass es mehr Angebote für Reparatur, Tausch und Wiederverwendung braucht. Hierfür braucht es frühzeitige und langfristig angelegte Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen. Die Teilnehmenden sprachen sich dafür aus:

    • Müllvermeidung stärker in Schulen zu verankern und verpflichtent im Bildungsauftrag festlegen
    • Mehr finanzierte Informations- und Aufklärungskampagnen umzusetzen
    • gezielt auf Themen wie Verpackungsmüll, Zigarettenstummel und Sperrmüll einzugehen
    • junge Menschen frühzeitig einzubeziehen und anzusprechen

    Neben freiwilligem Engagement wurden auch strengere Regeln diskutiert. Dabei ging es vor allem um eine konsequentere Umsetzung bestehender Vorgaben. Genannt wurden unter anderem:

    • Höhere Bußgelder und strengere Kontrollen
    • Mehr Verantwortung für Gewerbetreibende und Hauseigentümer*innen
    • Prüfung weiterer gesetzlicher Maßnahmen, etwa bei Einwegprodukten

    Gleichzeitig wurde betont, dass solche Maßnahmen nur mit ausreichend Personal wirksam umgesetzt werden können. Gleichzeitig hat die Konferenz deutlich gemacht, wie wichtig das Engagement von Bürger*innen in den Kiezen. Viele Ideen zielten darauf ab, dieses zu stärken und sichtbarer zu machen.

    Dazu gehören:

    • Regelmäßige Kiezputz-Aktionen initiieren
    • Mülleimer-Patenschaften koordinieren
    • Gemeinsame Aktionstage im Kiez fördern
    • Mehr Anerkennung und Dank für für ehrenamtliche Kiezputz-Aktionen
    • Ernennung eines*einer Kehrbeauftragten für jedes Haus, Gewerbe, Schulen etc., die die Ausstattung vom Bezirk gestellt bekommen
    • Gemeinsame Putzaktionen mit dem Quartiersmanagement sowie verschiedene Formate, bspw. Diskussionsrunden und Workshops fördern

    Auch größere Formate wie ein bezirksweiter Aktionstag oder ein Kiezfest wurden als Möglichkeiten genannt, um mehr Menschen zu erreichen. Man könnte beispielsweise auch einmal pro Jahr ein Kiezfest zum Dank an die BSR-Angestellten organisieren um deren wichtige Arbeit wertzuschätzen. Wichtig hierbei zu bedenken ist es: Gute Ideen wirken nur, wenn sie auch die Menschen erreichen.

    Deshalb wurde vorgeschlagen:

    • Informationen verständlicher, mehrsprachig und zugänglicher zu machen
    • digitale und analoge Wege stärker zu kombinieren
    • Belohnungssysteme für Müllvermeidung schaffen
    • Straßenputzaktionen mit Prämierung beim Kiezfest
    • Aktionen, bei denen überall zur gleichen Zeit vor der Tür gekehrt wird
    • Mehr Aufklärung und aktive Beteiligung der lokalen Geschäfte
    • Schulen bei der Bildungsarbeit unterstützen und in Kiezprojekte und -aktionen aktiv einbinden
    • WhatsApp-Gruppen für Wohnhäuser und Nachbarschaften nutzen, um sich gegenseitig zu informieren und mit den Nachbar*innen gemeinschaftliche Aktionen und Projekte zur Müllbeseitigung, zum Tauschen, Upcyclen und weitere Pläne für das direkte Wohnumfeld zu schmieden
    • Weitere lokale Akteure wie Hausverwaltungen und Gewerbetreibende einbinden

    Die Wissenschaft sagt dazu: 
    Wenn es um Müllvermeidung und -beseitigung geht, sollte zunächst geklärt werden, wo sich überhaupt Müll ansammelt und um was für Arten von Müll es sich dabei handelt. Insofern ist die Meldung jedes Einzelnen bei der Ordnungsamt-App wichtit. Denn, hat man hierzu gesicherte Daten, kann man fragen, wer verantwortlich ist – zum Beispiel die Hersteller*innen und die Industrie, die zu viele Verpackungen produzieren, oder die Konsument*innen und Nutzer*innen, die sie wegwerfen. Es hilft allerdings wenig, den Problemen vor Ort mit erhobenem Zeigefinger zu begegnen oder den Anwohner*innen die Schuld zuzuweisen. Stattdessen sollten Ansätze wie die Einführung einer Einwegsteuer und eine Mehrwegsteuerpflicht geprüft werden. Außerdem hilft es oft, das Verhalten von Zielgruppen durch Anreize (man spricht hier von Nudging=Anstubsen) zu steuern und die Infrastruktur (Müllplätze, tiersichere Mülleimer etc.) zu verbessern.

    Fazit und Wie geht es weiter?

    Die Konferenz hat gezeigt: Es gibt viele konkrete Ansätze für ein saubereres Neukölln. Entscheidend wird sein, diese Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und umzusetzen – durch Politik, Verwaltung und die Menschen im Kiez. Die Ergebnisse der Konferenz werden nun weiter geprüft. Geplant ist, die Vorschläge mit den zuständigen Stellen abzustimmen und zu klären:

    • Welche Maßnahmen bereits existieren
    • Was konkret umgesetzt werden kann
    • Wo Hindernisse bestehen

    Die Ergebnisse sollen in einer Folgeveranstaltung vorgestellt und weiter diskutiert werden. Wir werden über den Termin berichten.

    Quelle: Zusammenfassung der Ergebnisse der Konferenz „Weniger Müll in Neukölln – Wie schaffen wir das?“
    Text: H. Heiland, 08.04.2026
    Bild: BSR

     

    Großer Kiezputz am 16.04.2026- mach mit!

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    Besser als zu jammern ist es allemal, gemeinsam anzupacken. Im Rahmen der berlinweiten Aktion "Zusammen ist besser – Berlin räumt auf" des Berliner Radiosenders rbb 88.8 werden wir Berlinerinnen und Berliner vom 14. bis 29. April 2026 gemeinsam unsere Stadt schöner machen. 12 Bezirke in 12 Tagen, jeden Tag ist ein anderer Bezirk dran. Und jeder kann mitmachen. Auch wir machen mit und veranstalten eine große Kiezputzaktion im Rollberg.

    Wann und wo?

    10:00 – 12:00 Uhr: Treffpunkt Briesestr. 17, 12053 Berlin
    13:00 – 14:00 Uhr: Treffpunkt Falkstr. 25, 12053 Berlin
    17:00 – 19:00 Uhr: Treffpunkt Kopfstr. 26, 12053 Berlin

    Gemeinsam befreien wir unsere Gehwege, Beete und Spielplätze vom Müll. Wir bringen Musik, Greifzangen, Müllsäcke, Snacks und gute Laune mit. Ihr bringt fleißige Hände – Kinder und Erwachsene sind herzlich willkommen.
    Wir freuen uns auf euch und eure Hilfe, euer QM-Team

    Müll im Rollberg: Stimmen und Engagement aus dem Kiez

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    „Die Situation im Kiez ist desaströs und die Vermüllung beeinträchtigt die Lebensqualität beträchtlich““ sagt Beate, eine Rollberger Bewohnerin, die sich seit einigen Jahren für einen sauberen Kiez engagiert. Auch die Umfragen vom Quartiersmanagement-Team und die Umfrage vom Kiezlabor (2025) bestätigen: Überfüllte Eimer, Sperrmüll an den Straßenrändern und Abfallberge vor den Containern werden als Ärgernis wahrgenommen. Die Folge ist ein Gefühl von Vernachlässigung, das Frustration und Rückzug verstärken kann. Doch gleichzeitig gibt es immer wieder Engagement aus der Nachbarschaft: Bewohner*innen, Initiativen, Schulen und eine besonders engagierte Gruppe von Menschen mit Beeinträchtigung setzen sich regelmäßig und aktiv für mehr Sauberkeit und für die Stadtnatur ein. Ihre Geschichten zeigen, was gemeinsames Handeln verändern kann – und warum es trotzdem eine häufigere Müllabholung und gut finanzierte Stadtreinigung braucht.

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    Der Müll und Neukölln – das sagt die BSR dazu!

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    Fragt ihr euch auch immer wieder, wer eigentlich für den Müll und seine Entsorgung die Verantwortung trägt? Wir haben uns das Ergebnisprotokoll eines Austausch mit der Berliner Stadtreinigung (BSR), Bundestagsabgeordneten Hakan Demir und engagierten Initiativen und Bürger*innen aus Neukölln zum Thema Stadtsauberkeit in Neukölln angeschaut und die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Reinigungsklassen, Zuständigkeiten, Entsorgungsangebote etc. für euch zusammengefasst. Spoiler: Zuständigkeiten sind oft komplizierter, als man denkt. 

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    Weniger Müll in Neukölln: Ergebnisse der Konferenz 2026 aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    Am 12. Februar 2026 fand im Nachbarschaftshaus am Körnerpark die Konferenz „Weniger Müll in Neukölln – Wie schaffen wir das?“ statt.  Es kamen Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Nachbarschaftshaus am Körnerpark zusammen, um über Lösungen für das Müllproblem in Neukölln zu diskutieren. Ziel der Konferenz war es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, Verantwortlichkeiten zu klären und neue Ansätze für mehr Sauberkeit im Kiez zu finden. Im Mittelpunkt standen drei Leitfragen: Was können Politik und Zivilgesellschaft konkret tun? Wie können Kommunikation und Vernetzung verbessert werden? Welche Maßnahmen funktionieren nachweislich?

      Wir fassen die Ergebnisse für euch zusammen und zeigen: es gibt verschiedene Ansätzen, die wirken könnten. 

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      Unterschriftenaktion für „Nord-Neukölln müllfrei“- unterschreibe und sammle mit!

      Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

      Selbst beim Kiezputz mit anpacken – schön und gut. Aber du möchtest mehr und lanfristig etwas erreichen?! Zum Beispiel, dass Neukölln dauerhaft müllfrei wird? Das Kulturlabor Trial & Error e. V. findet, dass Neukölln Besseres verdient als Müll-Slalom und Rattenplage. Deshalb haben die Pädagog*innen, Designer*innen, Medien-Aktivist*innen, Künstler*innen und Gärtner*innen des Kollektivs das Bündnis „Nord-Neukölln müllfrei“ ins Leben gerufen und einen Einwohner*innenantrag gestartet.
      Für diesen Antrag wollen sie  - gemeinsam mit dir?- bis Juli 1500 Unterschriften von Neuköllner*innen sammeln und so den Forderungen an die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln Nachdruck verleihen:
      1. Bessere Umweltbildung!
      2. Die BSR soll ihre Arbeit nachweislich besser machen!
      3. Drogenmüll muss zeitnah und fachgerecht entsorgt werden!
      4. Mehrwegbecher und -geschirr muss vom Bezirk gefördert werden!
      5. Es braucht eine Verpackungssteuer für To-Go-Müll!

      Wer kann unterzeichnen? Alle, die 16 Jahre oder älter sind und in Neukölln wohnen.
      Was du tun kannst: unterschreiben und dadurch die Verantwortlichen zum Handeln auffordern.
      Du möchtest noch mehr Wirkung erzielen? Dann werde selbst aktiv und sammle Unterschriften in deiner Nachbarschaft. Unterschriftenbögen können im QM-Büro abgeholt oder selbst ausgedruckt werden.
      Fragen ans Bündnis "Nord-Neukölln müllfrei" kannst du Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! stellen.
      Bild: Kulturlabor Trial & Error e. V.

      Sperrmüll einfach abstellen? Das wird ab sofort teuer!

      preisSperrmüll nachts heimlich rausstellen und hoffen, dass es niemand merkt? Schlechte Idee! Wer sein altes Zeug auf dem Gehweg ablädt, zahlt in Berlin ab sofort richtig drauf. Der Senat hat die Bußgelder für illegale Müllentsorgung drastisch erhöht:
      - Die alte Matratze einfach an die Ecke gelehnt? Macht bis zu 1.500 Euro.
      - Das durchgesessene Sofa auf dem Gehweg geparkt? Kann bis zu 4.000 Euro kosten.
      - Den kaputten Kühlschrank oder die Waschmaschine heimlich rausgestellt? Bis zu 15.000 Euro.

      Sie wollen es genau wissen? Die neuen Bußgelder für falsch abgestellten Sperrmüll finden Sie hier: So teuer kann es werden: Bußgelder im Überblick. Die neuen Bußgelder stehen nicht nur auf dem Papier: Berlin kontrolliert nun deutlich strenger. Die Ordnungsämter sind mit verstärktem Personal in den Kiezen unterwegs. Hierzu gibt es sogar eine Zielvereinbarung zwischen Senat und Bezirken. In den Bezirken Neukölln und Mitte wurde bereits eine Soko Müll gegründet. Wer seinen Sperrmüll einfach abstellt, muss damit rechnen, erwischt und zur Kasse gebeten zu werden. Denn mehr als 13 Millionen Euro kostet es jedes Jahr, illegalen Müll zu beseitigen. Geld, das zum Beispiel für Parks, Kitas und Schulen fehlt. Es geht dabei nicht nur ums Geld. Jeder illegal abgestellte Gegenstand belastet die Umwelt, verschlechtert das Stadtbild und kostet viel Frust. 
      Quelle: https://www.berlin.de/stadtsauberkeit/bussgelder/  (08.04.2026)

      Alle Materialien für den schnellen Kiezputz in der KÜMMER-DICH-UM-DEINEN-KIEZ-STATION

      Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

      Seit Mai 2025 gibt es die KÜMMER-DICH-UM-DEINEN-KIEZ-BANK im Rollberg. Sie steht in der Falkstraße gegenüber des Mieterbeiratsbüros zwischen Kiezanker und QM-Büro, direkt am Eingang der Kinderspielplätze. Das Tolle ist, dass sie nicht nur als Bank dient, sondern vor allem als kostenlose Ausleihbox alles enthält, was du für einen Kiezputz brauchst: Greifer, Müllbeutel, Eimer. 

      Und so geht's: Scanne den QR-Code mit deinem Handy -oder merke dir direkt den Code vom Zahlenschloss "007" und öffne die Box. Nimm dir, was du und deine Freund*innen zum Aufräumen brauchen und lege es bitte nachher wieder zurück. Entsorge den Müll in den großen Mülltonnen im Müllkäfig. Und, erzähle es weiter! Du wirst sehen, du wirst Dank von den Menschen, die das ganz genau beobachten, ernten. ;-)

      Foto: Null Müll Neukölln
      Text: QM Rollbergsiedlung, 08.04.2026

      Neuköllns Plan gegen die Vermüllung: Die Intiative NULL MÜLL NEUKÖLLN und ihre Tipps

      Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

      Das Bezirksamt Berlin-Neukölln entwickelt eine Zero Waste Strategie, um das Abfallaufkommen in Neukölln zu reduzieren. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Plattform ‚Null Müll Neukölln‘. Ziel ist es, gemeinsam Müll zu vermeiden, die Abfallentsorgung zu verbessern und neue Ideen zu fördern. Von Tausch- und Sperrmüllmärkten bis hin zu Mehrweg-Beratung bis hin zu “Kümmer-dich-um-deinen-Kiez”-Sitzbänken: Auf der Website von Null Müll Neukölln kann man die bezirklichen Projekte und Ideen für ein müllfreies Neukölln entdecken. Außerdem zu finden sind zahlreiche Tipps und Informationen, wie du deinen Kiez auf viele Arten sauber halten kannst. Organisiere einen Kiezputz (hier findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive Plakatvorlage) oder eine Kleider-Tauschparty mit deinen Nachbar*innen. Auch dazu gibt es Infos und Hilfestellungen.

      Besonders beliebt sind die zweimal im Monat stattfindenden Tausch- und Sperrmüllmärkte in Zusammenarbeit mir der BSR.  Hier kann nicht nur Sperrmüll gratis entsorgt werden, sondern wer will nimmt auch gut erhaltene Dinge mit nach Hause, die andere vorbeigebracht haben. Die nächsten Termine: 25. April 8 bis 13 Uhr am Herrfurthplatz; 13. Mai 13 bis 18 Uhr am Kiehlufer; 15. Mai 8 bis 13 Uhr in der Selkestraße. Der nächste Sperrmüll-Markt im Rollbergkiez wird vorausichtlich im Herbst 2026 stattfinden. Wir werden euch rechtzeitig informieren. 

      Viele Informationen findest du auf der Webseite des Bezirksamts und insbesondere bei Instagram unter: @null_muell_neukoelln.



      Holger Heiland, 08.04.2026
      Foto: Null Müll Neukölln

      Müll melden in 60 Sekunden: Die Ordnungsamt-App oder bei trash-cam.com


      Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

      Wer Müll entdeckt, kann und sollte den Fund entweder über die Ordnungsamt-App oder die Trash-Cam (auf Deutsch: Müllkamera) melden. An die Ordnungsamt-App werden jeden Monat tausende Meldungen an die Berliner Ordnungsämter geschickt – in Neukölln waren es im Jahr 2025 insgesamt 46 768. Mehr als 40 Prozent der Meldungen betreffen die illegale Abfallbeseitigung. 

      Die Meldung des Mülls selbst erfolgt in wenigen Schritten entweder online oder in der App:
      1. Auswahl des Menüpunkts "Müll".
      2. Mache ein Foto von dem Sperrmüll
      3. Gib den Standort des Gegenstands an.
      4. Beschreibe kurz um welchen Müll es sich handelt.
      5. Lasse deine E-Mail Adresse da und werde informiert über den Abholprozess. 



      Einfachere Alternative: www.trash-cam.com
      Seit März 2026 gibt es eine noch einfachere Variante.  Ein Berliner hat die App eigeninitiativ entwickelt um dem Müllproblem zu begegnen- toll! Seine Idee: Je einfacher die Müll-Meldung, desto mehr Menschen machen mit. Einfach auf www.trash-cam.com gehen, Foto ohne Personen oder Auto-Kennzeichen machen, Adresse/Standort wählen und absenden. Danach erscheint eine Vorgangsnummer – Screenshot nicht vergessen um nach ein paar Tagen/Wochen überprüfen zu können, ob der Müll entfernt. Das Ganze dauert 5 Sekunden! 
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      Neues vom Rollberger Projekt „Respekt leben“

      Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

      "Habt ihr oder eure Kinder schon einmal Diskriminierung erlebt und wusstet nicht genau, wie ihr damit umgehen sollt?
      Wurdest du oder dein Kind wegen Name, Aussehen oder Religion unfair behandelt? Fühltest du dich bei Behörden oder Ärzt*innen nicht ernst genommen? Bist du unsicher, ob dein Erlebnis Diskriminierung war?" Diesen und ähnlichen Fragen gehen Rojda, Hero und Xece von Yekmal e. V. und der Neuköllner Anlaufstelle gegen Diskriminierung als neue Ansprechpartnerinnen im Rollberger Projekt „Respekt leben – Diskriminierung im Rollberg keine Chance geben“ nach. Mit Menschen aus dem Kiez sprechen sie über diskriminierende Erlebnisse im Alltag, in der Schule, im Beruf oder im Kontakt mit Behörden. Gemeinsan besprechen sie: Was kann ich tun, wenn ich Diskriminierung erlebe? Derzeit führen Rojda und ihre Kolleg*innen zwei regelmäßige Gruppenangebote durch – ihre Themen: Mehrfachdiskriminierung, biografisches Erzählen, Alltagsrassismus und Diskriminierung bei muslimischen Kindern und Jugendlichen. Ab Anfang April soll es in den Räumen des Kinder- und Jugendzentrums Lessinghöhe zusätzlich Workshops mit Jugendlichen geben. Hier erfährst du mehr über das neue Projekt im Kiez. 

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      Theaterkurs zu Kinderrechten weltweit im KiJuZ Lessinghöhe

      Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

      1000115985Nach den Osterferien startet ein neues wöchentliches Theater- und Storytelling-Projekt zum Thema #Kinderrechte #weltweit. Es geht von April bis Juli und ist für Kinder und Jugendliche von 8 bis16 Jahren gedacht.

      Worum geht's?
      Kinder haben Rechte! Aber welche sind das eigentlich? Gemeinsam mit euch wollen die Dozent:innen die Kinderrechte kennen lernen. Wir wollen uns außerdem mit Geschichten von Kindern weltweit auseinandersetzen und erforschen, wie es um Kinderrechte in anderen Ländern steht. Am Ende soll eine szenische Lesung oder ein Theaterstück entstehen, das die am Projekt beteiligten dann aufführen werden. Die Teilnehmenden entscheiden, welche Geschichten und Kinderrechte auf die Bühne kommen.

      Wann? Der Kurs findet jeden Donnerstag statt. Er startet nach den Osterferien und geht bis zu den Sommerferien. Das erste Treffen ist am Donnerstag, den 16.04.2026, um 15:00 Uhr.
      Wo? Der Workshop findet im Bewegungsraum im Jugendzentrum Lessinghöhe – Mittelweg 30, Nähe U-Bahnstationen Leinestraße (U8) und Karl-Marx-Straße (U7) – statt.

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      Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

      Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

      In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

      Wer seid ihr und was macht ihr?
      Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
      Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
      Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
      Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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