Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

„Die Situation im Kiez ist desaströs und die Vermüllung beeinträchtigt die Lebensqualität beträchtlich““ sagt Beate, eine Rollberger Bewohnerin, die sich seit einigen Jahren für einen sauberen Kiez engagiert. Auch die Umfragen vom Quartiersmanagement-Team und die Umfrage vom Kiezlabor (2025) bestätigen: Überfüllte Eimer, Sperrmüll an den Straßenrändern und Abfallberge vor den Containern werden als Ärgernis wahrgenommen. Die Folge ist ein Gefühl von Vernachlässigung, das Frustration und Rückzug verstärken kann. Doch gleichzeitig gibt es immer wieder Engagement aus der Nachbarschaft: Bewohner*innen, Initiativen, Schulen und eine besonders engagierte Gruppe von Menschen mit Beeinträchtigung setzen sich regelmäßig und aktiv für mehr Sauberkeit und für die Stadtnatur ein. Ihre Geschichten zeigen, was gemeinsames Handeln verändern kann – und warum es trotzdem eine häufigere Müllabholung und gut finanzierte Stadtreinigung braucht.

Welche selbstorganisierten Antworten gibt es? 
Beate setzt auf persönliche Initiative – zwangsläufig: „Weil ich sehe, dass eine öffentliche Antwort auf die Probleme praktisch vollständig ausbleibt". Beate hat es erst auf politischer Ebene versucht: gemeinsam mit anderen Rollbergerinnen stellte sie eine Bürger*innenanfrage  zum Thema Vermüllung im Rollbergkiez an das Bezirksparlament. Diese Möglichkeit politische Aufmerksamkeit auf  Probleme in Stadtteilen zu erhalten, war jedoch wenig zufriedenstellend, so Beate. "Deshalb engagiere ich mich bei diversen Kiezputzen. Was man am besten im Blick hat, ist die eigene Straße. Hier habe ich, unterstützt vom Quartiersmanagement mit anderen beeinträchtigten Menschen angefangen, zu putzen. Weil ich nur einen Arm habe, musste immer jemand für mich meinen Eimer tragen. Aber trotz Rheuma und meinen über 80 Jahren hat das Spaß gemacht, weil wir es zusammen gemacht haben und es konstruktiv war.“ Mehrmals jährlich finden im Rollbergkiez Kiezputze organisiert durch das Quartiersmanagement-Team statt. So auch der gemeinsam von Kiezlabor, Null-Müll-Neukölln und demQM-Team organisierten Kiezputz vergangenen Herbst, als etwa 10 Teilnehmer*innen ausgestattet mit Handschuhen, Zangen, Tüten und Eimern an der von Null-Müll-Neukölln eingerichteten Müllsammel-Bank losstarteten. In anderthalb Stunden füllten sie drei große Müllsäcke mit Zigarettenstummeln, Verpackungen, Glasscherben, Elektroschrott und anderem. Auch hier war das Fazit: „Gemeinsam mache ich das gerne, aber allein macht das keinen Spaß. Eine feste Gruppe wäre großartig.“ Und so soll es sein. 

Mit Nachbar*innen als Gruppe putzen
Das dachte sich auch ein weiterer Anwohner, Alea, der im März 2026 genau hierfür eine Telegramgruppe zur Problematik eröffnete und ebenso im Rollbergkiez regelmäßig Kiezputze organisiert. „Zu meiner täglichen Routine gehört es, kurze Spaziergänge durch die Lessinghöhe und die Thomashöhe zu machen. Mir fiel auf, dass dort immer mehr Müll herumlag. Also fing ich an, ihn aufzuheben. Zunächst mit bloßen Händen: einige Verpackungen, Tüten, große Dinge, die sich leicht aufheben ließen. Das reichte aber schon bald nicht mehr aus: Wenn man einmal anfängt, nach Müll zu suchen, sieht man ihn überall. Also besorgte ich mir eine Müllzange und einen Müllsack und machte hier und da ein paar Aufräumspaziergänge. Viele Leute kamen auf mich zu, um ihre Überraschung und Dankbarkeit auszudrücken. Dann, vor ein paar Wochen, sah ich den Flyer für eine Veranstaltung am Boddinplatz und ging hin. Es war inspirierend, etwa 30 Leute, die gemeinsam Müll aufsammelten. Das motivierte mich, selbst an einem Sonntag eine Aufräumaktion zu organisieren. Die lief super. Die meisten von uns verbrachten drei Stunden direkt am Eingang zur Lessinghöhe. Dort war es wirklich schmutzig, ziemlich gefährlich, mit vielen Spritzen. Aber es war inspirierend, zu sehen, wie der Ort nach drei Stunden harter Arbeit aussah. Rund 23 Säcke haben wir gesammelt, wow!" Alea hat seine Telegram-Gruppe gegründet, um aus seiner Putzaktion eine feste Einrichtung zu machen und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen. Das QM-Team empfiehlt: in die Telegrammgruppe eintreten,  mitsammeln, gut fühlen, Vorbild sein, sich freuen. 

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Gemeinsam Verantwortung übernehmen mit Schulen und Kitas
Kiezputz-Aktionen machen sichtbar, dass Sauberkeit im Kiez neben der Aufgabe vom Land Berlin und dem Bezirk Neukölln auch eine Frage gemeinsamer Verantwortung ist. Bereits mehrfach hat das Quartiersmanagement deshalb gemeinsam mit den Rollberger Kita-Kindern als auch mit einzelnen Klassen der Regenbogen Grundschule und der Zuckmayer Sekundarschule Kiezputze durchgeführt. Dies ist primär engagierten Fachkräften zu verdanken, die auf das Quartiersmanagement zugekommen sind und sich mit ihren Kindern im Sozialraum engagieren und Umweltbildung durchführen wollen. 
Wie wichtig Umweltbildung im Kinder- und Jugendbereich ist, davon berichtet auch Beate: "Schüler*innen, die auf ihrem Schulweg gebannt aufs Handy starren und dabei Essensverpackungen und Servietten achtlos fallen lassen- Deshalb bin ich selbst auf die Schuldirektion in meiner Straße zugegangen und habe da einzelne Gruppen angesprochen, ob sie nicht aktiv werden wollen und zum Beispiel ein Rap-Stück zum Thema machen wollen. Die Jungen haben mich an eine Mädchenclique verwiesen. Die waren von der Idee gleich begeistert. Im Sekretariat und bei der Schulleitung wurde ich allerdings wieder ausgebremst, obwohl ich angeboten habe, das als freiwilliges Angebot ohne Kosten selbst zu organisieren. Daraus ist aber nichts geworden. Das ist auch meine Erfahrung mit der Müllproblematik insgesamt. Alles zum Thema Müll, was über Institutionen läuft, klappt nicht. Dabei ginge es ja darum, alle zu motivieren und ihr Müllverhalten zu überdenken. Solange da von öffentlicher Seite nicht mehr kommt, ist es aber schwer, die Menschen für Veränderungen oder zum Mitanpacken zu begeistern. Das wäre aber nötig. Es geht immerhin auch um den Zusammenhalt im öffentlichen Raum.“ 

Seit Jahren im Einsatz: Menschen mit Beeinträchtigung von der Tagesgruppe
Und diese Menschen, die konsequent dem Müll im Rollbergkiez dagegenhalten – und das seit Jahren- gibt es. Peggy Büttner von der Mosaik Berlin gGmbH ist eine von ihnen. Als Motopädin im pädagogisch-therapeutischen Dienst organisiert sie gemeinsam mit ihrer Tagesgruppe von Menschen mit Behinderung regelmäßig Kiezputzaktionen in der Rollbergsiedlung. Ausgestattet mit Warnwesten, Müllgreifern und Eimern ziehen sie Woche für Woche durch die Straßen – sichtbar, engagiert und mit einer klaren Botschaft: Dieser Kiez, unsere Umwelt, unsere Natur geht uns alle an. Dieses kontinuierliche, inklusive Engagement verdient besondere Anerkennung. Die Situation im Kiez beschreibt Peggy Büttner offen: „Der Müllanteil im Rollbergkiez ist schon hoch, besonders auf öffentlichen Plätzen wie dem Spielplatz sehr störend (obwohl es mehrere Mülleimer gibt), auch auf Gehwegen.“ Besonders problematisch sei die Lage rund um Mülltonnen:„Die Situation an den Mülltonnen ist katastrophal, oft alles liegt daneben. Manchmal, vor allem rund um Silvester, brennen auch Mülltonnen, welche monatelang nicht abgeholt werden.“ Trotz dieser Herausforderungen bleibt ihr Ansatz pragmatisch und motivierend: einfach anfangen. Ob gemeinsame Kiezputze, Projekte mit Schulen und Kitas oder die Zusammenarbeit mit Nachbar*innen – Veränderung beginnt im Kleinen. „Jede*r sollte einfach anfangen – und wenn es nur der Müll vor der eigenen Tür ist, die Meldung des Mülls in der Ordnungsamt-App oder die Teilnahme an Kiezputzen ist.“ Diese Haltung lebt sie auch im Alltag: „Wenn ich in den Wald gehe, zum Pilze sammeln, habe ich zum Beispiel immer einen Müllbeutel dabei und nehme Pilze und Müll gleichzeitig mit.“ Für Peggy Büttner und ihre Gruppe ist der Einsatz mehr als nur praktische Arbeit – er schafft Sichtbarkeit und stärkt das Zugehörigkeitsgefühl: „Ich fühle mich als Teil der Gesellschaft und möchte selbst und mit meinen Teilnehmenden einen Beitrag leisten, damit mein Arbeits- und Wohnumfeld lebenswerter wird.“ Gerade für die Teilnehmenden ist diese Erfahrung von großer Bedeutung: „Sie werden als Teil der Gesellschaft wahrgenommen und leisten einen Beitrag – jede*r wie er oder sie kann.“ Neben dem persönlichen Einsatz sieht Peggy Büttner auch politischen Handlungsbedarf – etwa mehr Austausch zum Thema Müll und dichtere Reinigungsintervalle in besonders von Müll belasteten Stadtteilen wie Nordneukölln.Ihr Fazit ist so einfach wie kraftvoll: „Wenn jede*r einfach loslegen würde, wäre unser Kiez sauberer – die Gemeinschaft macht es.“

Die vielen Initiativen im Rollberg zeigen, welche vielfältigen sozialen als auch umweltbezogenen Wirkweisen Müllsammelaktionen entfalten können. Peggy fasst jedoch zu sammen: Damit sich langfristig etwas an der starken Vermüllungssituation ändert, braucht es neben der Eigeninitiative, jedoch auch deutlich mehr Unterstützung und eine besser finanzierte Müllentsorgung von öffentlicher Seite.

Anbei der Link zur Neukönner Vernetzungsgruppe "Neukölln räumt auf" wenn ihr euch für ein sauberes Neukölln einsetzen und über relevante Veranstaltungen informiert bleiben wollt: https://chat.whatsapp.com/LH2IHOznnnEFch0NvUpkGz

Außerdem hier der Link zur Vernetzung mit Nachbar*innen rund um den Rollbergkiez in der Telegrammgruppe names "PutziPutzi": https://t.me/putziputzi

Text: H. Heiland, Bilder: Alea Rodriguez, 08.04.2026

Großer Kiezputz am 16.04.2026- mach mit!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Besser als zu jammern ist es allemal, gemeinsam anzupacken. Im Rahmen der berlinweiten Aktion "Zusammen ist besser – Berlin räumt auf" des Berliner Radiosenders rbb 88.8 werden wir Berlinerinnen und Berliner vom 14. bis 29. April 2026 gemeinsam unsere Stadt schöner machen. 12 Bezirke in 12 Tagen, jeden Tag ist ein anderer Bezirk dran. Und jeder kann mitmachen. Auch wir machen mit und veranstalten eine große Kiezputzaktion im Rollberg.

Wann und wo?

10:00 – 12:00 Uhr: Treffpunkt Briesestr. 17, 12053 Berlin
13:00 – 14:00 Uhr: Treffpunkt Falkstr. 25, 12053 Berlin
17:00 – 19:00 Uhr: Treffpunkt Kopfstr. 26, 12053 Berlin

Gemeinsam befreien wir unsere Gehwege, Beete und Spielplätze vom Müll. Wir bringen Musik, Greifzangen, Müllsäcke, Snacks und gute Laune mit. Ihr bringt fleißige Hände – Kinder und Erwachsene sind herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf euch und eure Hilfe, euer QM-Team

Müll im Rollberg: Stimmen und Engagement aus dem Kiez

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„Die Situation im Kiez ist desaströs und die Vermüllung beeinträchtigt die Lebensqualität beträchtlich““ sagt Beate, eine Rollberger Bewohnerin, die sich seit einigen Jahren für einen sauberen Kiez engagiert. Auch die Umfragen vom Quartiersmanagement-Team und die Umfrage vom Kiezlabor (2025) bestätigen: Überfüllte Eimer, Sperrmüll an den Straßenrändern und Abfallberge vor den Containern werden als Ärgernis wahrgenommen. Die Folge ist ein Gefühl von Vernachlässigung, das Frustration und Rückzug verstärken kann. Doch gleichzeitig gibt es immer wieder Engagement aus der Nachbarschaft: Bewohner*innen, Initiativen, Schulen und eine besonders engagierte Gruppe von Menschen mit Beeinträchtigung setzen sich regelmäßig und aktiv für mehr Sauberkeit und für die Stadtnatur ein. Ihre Geschichten zeigen, was gemeinsames Handeln verändern kann – und warum es trotzdem eine häufigere Müllabholung und gut finanzierte Stadtreinigung braucht.

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Der Müll und Neukölln – das sagt die BSR dazu!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Fragt ihr euch auch immer wieder, wer eigentlich für den Müll und seine Entsorgung die Verantwortung trägt? Wir haben uns das Ergebnisprotokoll eines Austausch mit der Berliner Stadtreinigung (BSR), Bundestagsabgeordneten Hakan Demir und engagierten Initiativen und Bürger*innen aus Neukölln zum Thema Stadtsauberkeit in Neukölln angeschaut und die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Reinigungsklassen, Zuständigkeiten, Entsorgungsangebote etc. für euch zusammengefasst. Spoiler: Zuständigkeiten sind oft komplizierter, als man denkt. 

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Weniger Müll in Neukölln: Ergebnisse der Konferenz 2026 aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Am 12. Februar 2026 fand im Nachbarschaftshaus am Körnerpark die Konferenz „Weniger Müll in Neukölln – Wie schaffen wir das?“ statt.  Es kamen Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Nachbarschaftshaus am Körnerpark zusammen, um über Lösungen für das Müllproblem in Neukölln zu diskutieren. Ziel der Konferenz war es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, Verantwortlichkeiten zu klären und neue Ansätze für mehr Sauberkeit im Kiez zu finden. Im Mittelpunkt standen drei Leitfragen: Was können Politik und Zivilgesellschaft konkret tun? Wie können Kommunikation und Vernetzung verbessert werden? Welche Maßnahmen funktionieren nachweislich?

    Wir fassen die Ergebnisse für euch zusammen und zeigen: es gibt verschiedene Ansätzen, die wirken könnten. 

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    Unterschriftenaktion für „Nord-Neukölln müllfrei“- unterschreibe und sammle mit!

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    Selbst beim Kiezputz mit anpacken – schön und gut. Aber du möchtest mehr und lanfristig etwas erreichen?! Zum Beispiel, dass Neukölln dauerhaft müllfrei wird? Das Kulturlabor Trial & Error e. V. findet, dass Neukölln Besseres verdient als Müll-Slalom und Rattenplage. Deshalb haben die Pädagog*innen, Designer*innen, Medien-Aktivist*innen, Künstler*innen und Gärtner*innen des Kollektivs das Bündnis „Nord-Neukölln müllfrei“ ins Leben gerufen und einen Einwohner*innenantrag gestartet.
    Für diesen Antrag wollen sie  - gemeinsam mit dir?- bis Juli 1500 Unterschriften von Neuköllner*innen sammeln und so den Forderungen an die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln Nachdruck verleihen:
    1. Bessere Umweltbildung!
    2. Die BSR soll ihre Arbeit nachweislich besser machen!
    3. Drogenmüll muss zeitnah und fachgerecht entsorgt werden!
    4. Mehrwegbecher und -geschirr muss vom Bezirk gefördert werden!
    5. Es braucht eine Verpackungssteuer für To-Go-Müll!

    Wer kann unterzeichnen? Alle, die 16 Jahre oder älter sind und in Neukölln wohnen.
    Was du tun kannst: unterschreiben und dadurch die Verantwortlichen zum Handeln auffordern.
    Du möchtest noch mehr Wirkung erzielen? Dann werde selbst aktiv und sammle Unterschriften in deiner Nachbarschaft. Unterschriftenbögen können im QM-Büro abgeholt oder selbst ausgedruckt werden.
    Fragen ans Bündnis "Nord-Neukölln müllfrei" kannst du Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! stellen.
    Bild: Kulturlabor Trial & Error e. V.

    Sperrmüll einfach abstellen? Das wird ab sofort teuer!

    preisSperrmüll nachts heimlich rausstellen und hoffen, dass es niemand merkt? Schlechte Idee! Wer sein altes Zeug auf dem Gehweg ablädt, zahlt in Berlin ab sofort richtig drauf. Der Senat hat die Bußgelder für illegale Müllentsorgung drastisch erhöht:
    - Die alte Matratze einfach an die Ecke gelehnt? Macht bis zu 1.500 Euro.
    - Das durchgesessene Sofa auf dem Gehweg geparkt? Kann bis zu 4.000 Euro kosten.
    - Den kaputten Kühlschrank oder die Waschmaschine heimlich rausgestellt? Bis zu 15.000 Euro.

    Sie wollen es genau wissen? Die neuen Bußgelder für falsch abgestellten Sperrmüll finden Sie hier: So teuer kann es werden: Bußgelder im Überblick. Die neuen Bußgelder stehen nicht nur auf dem Papier: Berlin kontrolliert nun deutlich strenger. Die Ordnungsämter sind mit verstärktem Personal in den Kiezen unterwegs. Hierzu gibt es sogar eine Zielvereinbarung zwischen Senat und Bezirken. In den Bezirken Neukölln und Mitte wurde bereits eine Soko Müll gegründet. Wer seinen Sperrmüll einfach abstellt, muss damit rechnen, erwischt und zur Kasse gebeten zu werden. Denn mehr als 13 Millionen Euro kostet es jedes Jahr, illegalen Müll zu beseitigen. Geld, das zum Beispiel für Parks, Kitas und Schulen fehlt. Es geht dabei nicht nur ums Geld. Jeder illegal abgestellte Gegenstand belastet die Umwelt, verschlechtert das Stadtbild und kostet viel Frust. 
    Quelle: https://www.berlin.de/stadtsauberkeit/bussgelder/  (08.04.2026)

    Alle Materialien für den schnellen Kiezputz in der KÜMMER-DICH-UM-DEINEN-KIEZ-STATION

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    Seit Mai 2025 gibt es die KÜMMER-DICH-UM-DEINEN-KIEZ-BANK im Rollberg. Sie steht in der Falkstraße gegenüber des Mieterbeiratsbüros zwischen Kiezanker und QM-Büro, direkt am Eingang der Kinderspielplätze. Das Tolle ist, dass sie nicht nur als Bank dient, sondern vor allem als kostenlose Ausleihbox alles enthält, was du für einen Kiezputz brauchst: Greifer, Müllbeutel, Eimer. 

    Und so geht's: Scanne den QR-Code mit deinem Handy -oder merke dir direkt den Code vom Zahlenschloss "007" und öffne die Box. Nimm dir, was du und deine Freund*innen zum Aufräumen brauchen und lege es bitte nachher wieder zurück. Entsorge den Müll in den großen Mülltonnen im Müllkäfig. Und, erzähle es weiter! Du wirst sehen, du wirst Dank von den Menschen, die das ganz genau beobachten, ernten. ;-)

    Foto: Null Müll Neukölln
    Text: QM Rollbergsiedlung, 08.04.2026

    Neuköllns Plan gegen die Vermüllung: Die Intiative NULL MÜLL NEUKÖLLN und ihre Tipps

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    Das Bezirksamt Berlin-Neukölln entwickelt eine Zero Waste Strategie, um das Abfallaufkommen in Neukölln zu reduzieren. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Plattform ‚Null Müll Neukölln‘. Ziel ist es, gemeinsam Müll zu vermeiden, die Abfallentsorgung zu verbessern und neue Ideen zu fördern. Von Tausch- und Sperrmüllmärkten bis hin zu Mehrweg-Beratung bis hin zu “Kümmer-dich-um-deinen-Kiez”-Sitzbänken: Auf der Website von Null Müll Neukölln kann man die bezirklichen Projekte und Ideen für ein müllfreies Neukölln entdecken. Außerdem zu finden sind zahlreiche Tipps und Informationen, wie du deinen Kiez auf viele Arten sauber halten kannst. Organisiere einen Kiezputz (hier findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive Plakatvorlage) oder eine Kleider-Tauschparty mit deinen Nachbar*innen. Auch dazu gibt es Infos und Hilfestellungen.

    Besonders beliebt sind die zweimal im Monat stattfindenden Tausch- und Sperrmüllmärkte in Zusammenarbeit mir der BSR.  Hier kann nicht nur Sperrmüll gratis entsorgt werden, sondern wer will nimmt auch gut erhaltene Dinge mit nach Hause, die andere vorbeigebracht haben. Die nächsten Termine: 25. April 8 bis 13 Uhr am Herrfurthplatz; 13. Mai 13 bis 18 Uhr am Kiehlufer; 15. Mai 8 bis 13 Uhr in der Selkestraße. Der nächste Sperrmüll-Markt im Rollbergkiez wird vorausichtlich im Herbst 2026 stattfinden. Wir werden euch rechtzeitig informieren. 

    Viele Informationen findest du auf der Webseite des Bezirksamts und insbesondere bei Instagram unter: @null_muell_neukoelln.



    Holger Heiland, 08.04.2026
    Foto: Null Müll Neukölln

    Müll melden in 60 Sekunden: Die Ordnungsamt-App oder bei trash-cam.com


    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    Wer Müll entdeckt, kann und sollte den Fund entweder über die Ordnungsamt-App oder die Trash-Cam (auf Deutsch: Müllkamera) melden. An die Ordnungsamt-App werden jeden Monat tausende Meldungen an die Berliner Ordnungsämter geschickt – in Neukölln waren es im Jahr 2025 insgesamt 46 768. Mehr als 40 Prozent der Meldungen betreffen die illegale Abfallbeseitigung. 

    Die Meldung des Mülls selbst erfolgt in wenigen Schritten entweder online oder in der App:
    1. Auswahl des Menüpunkts "Müll".
    2. Mache ein Foto von dem Sperrmüll
    3. Gib den Standort des Gegenstands an.
    4. Beschreibe kurz um welchen Müll es sich handelt.
    5. Lasse deine E-Mail Adresse da und werde informiert über den Abholprozess. 



    Einfachere Alternative: www.trash-cam.com
    Seit März 2026 gibt es eine noch einfachere Variante.  Ein Berliner hat die App eigeninitiativ entwickelt um dem Müllproblem zu begegnen- toll! Seine Idee: Je einfacher die Müll-Meldung, desto mehr Menschen machen mit. Einfach auf www.trash-cam.com gehen, Foto ohne Personen oder Auto-Kennzeichen machen, Adresse/Standort wählen und absenden. Danach erscheint eine Vorgangsnummer – Screenshot nicht vergessen um nach ein paar Tagen/Wochen überprüfen zu können, ob der Müll entfernt. Das Ganze dauert 5 Sekunden! 
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    Neues vom Rollberger Projekt „Respekt leben“

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    "Habt ihr oder eure Kinder schon einmal Diskriminierung erlebt und wusstet nicht genau, wie ihr damit umgehen sollt?
    Wurdest du oder dein Kind wegen Name, Aussehen oder Religion unfair behandelt? Fühltest du dich bei Behörden oder Ärzt*innen nicht ernst genommen? Bist du unsicher, ob dein Erlebnis Diskriminierung war?" Diesen und ähnlichen Fragen gehen Rojda, Hero und Xece von Yekmal e. V. und der Neuköllner Anlaufstelle gegen Diskriminierung als neue Ansprechpartnerinnen im Rollberger Projekt „Respekt leben – Diskriminierung im Rollberg keine Chance geben“ nach. Mit Menschen aus dem Kiez sprechen sie über diskriminierende Erlebnisse im Alltag, in der Schule, im Beruf oder im Kontakt mit Behörden. Gemeinsan besprechen sie: Was kann ich tun, wenn ich Diskriminierung erlebe? Derzeit führen Rojda und ihre Kolleg*innen zwei regelmäßige Gruppenangebote durch – ihre Themen: Mehrfachdiskriminierung, biografisches Erzählen, Alltagsrassismus und Diskriminierung bei muslimischen Kindern und Jugendlichen. Ab Anfang April soll es in den Räumen des Kinder- und Jugendzentrums Lessinghöhe zusätzlich Workshops mit Jugendlichen geben. Hier erfährst du mehr über das neue Projekt im Kiez. 

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    Theaterkurs zu Kinderrechten weltweit im KiJuZ Lessinghöhe

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    1000115985Nach den Osterferien startet ein neues wöchentliches Theater- und Storytelling-Projekt zum Thema #Kinderrechte #weltweit. Es geht von April bis Juli und ist für Kinder und Jugendliche von 8 bis16 Jahren gedacht.

    Worum geht's?
    Kinder haben Rechte! Aber welche sind das eigentlich? Gemeinsam mit euch wollen die Dozent:innen die Kinderrechte kennen lernen. Wir wollen uns außerdem mit Geschichten von Kindern weltweit auseinandersetzen und erforschen, wie es um Kinderrechte in anderen Ländern steht. Am Ende soll eine szenische Lesung oder ein Theaterstück entstehen, das die am Projekt beteiligten dann aufführen werden. Die Teilnehmenden entscheiden, welche Geschichten und Kinderrechte auf die Bühne kommen.

    Wann? Der Kurs findet jeden Donnerstag statt. Er startet nach den Osterferien und geht bis zu den Sommerferien. Das erste Treffen ist am Donnerstag, den 16.04.2026, um 15:00 Uhr.
    Wo? Der Workshop findet im Bewegungsraum im Jugendzentrum Lessinghöhe – Mittelweg 30, Nähe U-Bahnstationen Leinestraße (U8) und Karl-Marx-Straße (U7) – statt.

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    Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

    Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

    In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

    Wer seid ihr und was macht ihr?
    Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
    Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
    Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
    Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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