Das Mentoring Projekt für Rollberger Kinder von MORUS 14

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minDer Projektträger Morus 14 e. V. engagiert sich seit gut 20 Jahren mit Nachhilfe und Mentoringprojekten um Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche im Rollberg. An der Regenbogen-Grundschule hat sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ein noch höherer Förderbedarf bemerkbar gemacht als in den Jahren zuvor. Vor allem Kinder, die zwischen 2018 und 2020 eingeschult worden sind, haben durch Schulschließungen im Lockdown den Anschluss an Lerninhalte verloren. Zum Teil fehlen ihnen Sprachkenntnisse, Zahlenverständnis und ein notwendiges Wissen um soziale Codes. Neben Wissenslücken verfügen sie kaum über Lerntechniken, sind sozial isoliert, können sich nur schlecht konzentrieren und ignorieren Regeln. Diese Defizite bleiben bestehen, wenn diesen Kindern nicht eine erhöhte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Ziel des Mentoring Projekts ist es, gerade diejenigen zu erreichen, die im Jahr 2024 in der vierten, fünften und sechsten Klasse gewesen sind und nicht von alleine auf die Idee kommen, Unterstützung oder Nachhilfe in Anspruch zu nehmen. Hier geht's weiter im Text ...

Das Vorgehen
Gemeinsam mit Lehrer:innen der Regenbogen-Grundschule werden Kinder identifiziert, die einen besonderen Förderbedarf haben. Hierfür werden auch bereits bestehende Vertrauensverhältnisse aus einem vorhergehenden Projekt genutzt, um die Schüler:innen und ihre Familien zu erreichen und für das Angebot zu gewinnen. Ziel ist es, dass sich immer jeweils ein Kind und ein ehrenamtlicher Mentor oder eine Mentorin für anderthalb Stunden in der Woche in den Räumen von Morus 14 treffen. Die Mentor:innen werden hier zu Vertrauenspersonen für die Schüler:innen, die sie auf ihrem Bildungsweg begleiten und unterstützen. Nach dem Kennenlernen bringen die Jugendlichen zu den Treffen ihre Hausaufgaben und Lerninhalte mit, es wird aber auch gespielt, sich unterhalten und – wenn die Tandems einander besser kennen – gemeinsam Ausflüge unternommen. Im besten Fall entstehen so langfristige Bindungen. So gibt es – in vergleichbaren Projekten – Tandems, die seit zehn Jahren bestehen. Die Eltern werden in die Kooperation zwischen Kindern, Mentor:innen, MORUS 14 und Regenbogenschule einbezogen. Am Ende der Grundschulzeit geht es dann vor allem auch um den Übergang zur weiterführenden Schule. Hierfür wird zunächst das Wissen vermittelt, welche Schulformen es gibt und welche für das jeweilige Kind in Frage kommen. Die Beratung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Verein Fit für die Oberschule e. V.
Auch regelmäßige Gespräche mit Familien und Ehrenamtlichen werden initiiert. Dabei wird danach gefragt, wie es läuft und wie es den Familien allgemein geht.
Durch die begleitende Elternarbeit soll außerdem eine längerfristige Anbindung an verschiedene Unterstützungsangebote, sei es schulisch, gesundheitlich oder sozial, erreicht werden.

Außerschulisches Engagement
Bei MORUS 14 können Schüler:innen zudem Materialien ausdrucken, und Eltern, die Beratung benötigen, etwa wenn sie schwer verständliche Post von Ämtern erhalten, vermitteln wir gern an Träger im Kiez weiter, die ihnen bei ihren Anliegen helfen können.
„Highlights“, sagt Letizia Graul, die das Projekt bei Morus 14 leitet, „sind außerdem immer unsere gemeinsamen Ausflüge.“ Zweimal ist es 2024 mit gecharterten Reisebussen ins Umland gegangen. Einmal zum Ziegeleipark Mildenberg, nördlich von Berlin und einmal in den Dinopark Germendorf bei Oranienburg. „Das ist immer eine schöne Erfahrung. Viele Familien kommen ja kaum einmal aus der Stadt heraus. Ein Kind hat zum Beispiel bei einem der Ausflüge gesagt: ‚Ich kenne Berlin, die Türkei und das Erdbeerland.‘ Insofern ist es schon eine große Attraktion, wenn sich zum Beispiel im Ziegeleipark die Familien um einen Apfelbaum mit reichlich reifen Äpfeln versammeln und ernten können. So etwas vermissen sie in der Stadt, und das Erlebnis schweißt zusammen.“
Solche außerschulischen Aktivitäten tragen auch dazu bei, dass die Familien Morus 14 besser kennenlernen und von den Sport- und Freizeitangeboten erfahren, die es gibt. Dazu gehören in den Sommerferien das Sportfest auf dem Falkplatz, das auch 2025 wieder stattfinden soll, Kunstkurse, Prüfungsvorbereitungen und Berufsorientierung.

Ausblick
Für 2025 sind als größere Ausflüge Fahrten in ein Kohleabbaugebiet und nach Beelitz zum Barfußpfad geplant. Darüber hinaus wird es Workshops für die Ehrenamtlichen zu Sprachentwicklung, Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus sowie weiteren Themen geben.
Und selbstverständlich sollen noch mehr Tandems entstehen und noch mehr Schüler:innen in Patenschaften gebracht werden.
Hierfür sucht Morus 14 ständig weitere ehrenamtliche Mentoren. Voraussetzung ist, dass sich die Paten für mindestens ein Jahr verpflichten, über gute Deutschkenntnisse verfügen und Zeit für das Projekt mitbringen.

Kontakt: Morus 14 e. V.
Telefon: 030 6808 6110
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: Werbellinstr. 41, 12053 Berlin


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  • Dinopark_Germendorf
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Text: H. Heiland, Bilder: MORUS 14 e. V., 4.4.2025

Bis zu 1500 € für deine Aktion im Kiez

KIEZFORUM SAVE THE DATE2 

Du hast eine gute Idee für eine Aktion im Rollberg aber kein Geld? Wir haben wieder 10.000€ im Topf und die warten auf gute Ideen, die einen Nutzen für die Rollberger Nachbarschaft haben. Aus dem Aktionsfonds können Kosten für Aktionen mit bis zu 1.500 € finanziert werden. Plane deine Aktion mind. 2 Monate im Voraus, für und mit deiner Nachbarschaft. Über die Vergabe der Gelder entscheidet die ehrenamtliche Aktionsfonds-Jury. Der Antrag muss bis zum 10 März bei uns eingehen, das QM-Team hilft gerne bei der Antragstellung. Alle nötigen Informationen dazu gibt es hier.
QM Rollbergsiedlung, Januar 2026, Illustration: Ulrike Jensen

Armut in Deutschland, Berlin, Neukölln und im Rollbergkiez


flaschensammler
Im Rahmen der des letzten Rollberger Kiezforums am 18.02.2026 wurde das Thema "Armut" aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet. Denn, mehr als ein Fünftel der Menschen in Deutschland (21,2 Prozent der Bevölkerung) gelten als arm. Das heißt, ihr Einkommen beträgt weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Bevölkerung. In Quartiersmanagement-Gebieten ist die Armutsquote immer besonders hoch, so auch im Rollbergkiez: hier leben über 50% der Familien in Armut. 

Was bedeutet Armut in einem reichen Land wie Deutschland?
Als arm gelten Haushalte, die sich bestimmte Güter und/oder Aktivitäten
nicht leisten können, die als normaler Lebensstandard gelten. Wer arm ist, kann beispielsweise die Wohnung nicht angemessen warmhalten, hat kein Geld für unerwartete Ausgaben, kann nichtr einmal im Monat essen gehen oder für eine Woche Urlaub im Jahr fahren.
Insbesondere die hohen Wohnungskosten (Miete, Nebenkosten) belasten viele Menschen zusätzlich. Rechnet man sie vom Einkommen ab, sind noch einmal 5,4 Millionen Menschen mehr von Armut betroffen – in Berlin ist es jeder vierte Haushalt.
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Auf in den Garten! – Der Frühling ist da!!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minPünktlich zu den milden Temperaturen startet am 24.02.2026 der offene Gartentag im Nachbarschaftsgarten Rollberg Paradise. Am Ende der Roland-Krüger-Straße findet ihr einen wild verwachsenen und wunderschönen Ort, an dem schon bald wieder junges Grün sprießen und die Stadtnatur erwachen wird. Gemeinsam mit dem Gartenteam des Prinzessinnengarten Kollektivs laden wir euch ein, vorbeizuschauen und gemeinsam mit euren Nachbar*innen zu gärtnern. Das Team ist immer dienstags von 14 bis 17 Uhr auf der Fläche. Man kann die ganze Saison über regelmäßig teilnehmen oder auch nur ab und an, ganz, wie es euch passt!
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Wie isst der Rollberg?

Ein Forschungsprojekt zu Ernährungsgewohnheiten im Rollberg stellt sich vor
Gastbeitrag des Berliner Ernährungsrats e. V.

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
Anfang des Jahres 2025 haben wir uns auf den Weg gemacht, herauszufinden, ob die Rollberger*innen mit ihrer Ernährung und den Möglichkeiten, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft an gesunde Lebensmittel zu kommen, zufrieden sind. Wir, das sind der Ernährungsrat Berlin – eine Bürgerinitiative für gutes Essen – und Kolleginnen des Fachbereiches Ernährungspolitik der Humboldt Universität zu Berlin. Unser Ziel ist es herauszufinden, welche finanziellen und strukturellen Hürden dazu führen, dass sich Menschen nicht gesund und bedarfsgerecht ernähren können.

Von der Frage zur Antwort - Wie wir an Informationen kommen
84 Menschen aus dem nördlichen Neukölln beantworteten unseren Fragebogen; darunter 71 Personen aus dem Rollberg und angrenzenden Wohnbereichen. Zeitgleich führten wir die Umfrage auch im QM-Gebiet Falkenhagener Feld (Spandau) durch, um auch auf Unterschiede zwischen den Stadtteilen eingehen zu können. Da uns die Perspektiven armutserfahrener Menschen bei diesem Thema besonders wichtig sind, befragten wir auch Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. Sie machen rund ein Fünftel der Antworten aus.
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Gemeinsam stricken für eine bessere Nachbarschaft

Handarbeitsprojekt für gute Zwecke
Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
In unserem Projekt kommen Frauen zu einem kreativen Workshop zusammen. Gemeinsam häkeln, stricken, nähen und sticken wir nicht nur schöne Einzelstücke, sondern bereiten auch gespendete Kleidung liebevoll auf und reparieren sie.
Dieses Engagement hat klare Ziele: Das gemeinsame nachbarschaftliche Beisammensein sowie die Unterstützung Tee- und Wärmestube Neukölln mit der aufbereiteten Bekleidungsspende.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Obdachlosenhilfe in Berlin direkt vor Ort zu unterstützen und den Menschen in der Nachbarschaft mit praktischer Hilfe und auch Geselligkeit beizustehen.
Wann? Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10:00 - 12:00 Uhr in der Kopfstr. 18
Kostenlos; Anmeldungen bitte telefonisch unter der Rufnummer 030 / 52104266
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Aktionen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft: Der Rollberger Aktionsfonds

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minAuch dieses Jahr ist es wieder so weit: Der Aktionsfonds-Aufruf 2026 startet! Bis zum 10.März könnt ihr beim QM eure Ideen für Aktionen in der schönen Rollberger Nachbarschaft einreichen und euch auf eine kleine Förderung bewerben, um diese auch wahrwerden lassen zu können.

Aktionsfonds? Nie gehört ...
Na, dann wird es aber Zeit! Über das QM-Team werden jedes Jahr 10.000 Euro für mehr Leben und Miteinander im Kiez zur Verfügung gestellt. Du hast eine gute Idee, die das Zusammenleben im Rollberg bereichern würde, aber kein Geld, um dein Vorhaben auch umzusetzen? Genau dafür ist der Aktionsfonds da. Jede Person, die im Rollberg wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bis zu 1500,- Euro stellen. Wichtig ist, dass nur sogenannte Sachmittel gefördert werden, keine Gehälter oder Honorare. D. h. du bekommst, alles, was du für die Durchführung deiner Aktion benötigst, wie etwa Lebensmittel und Geschirr, Dekorationsmaterial und Blumen, Erde und Kräutersamen, Farbe und Werkzeuge, Druck von Flyern und Postern u. s. w. Aber du und die Menschen, die dir eventuell helfen wollen, müssen die Aktion ehrenamtlich durchführen. Im Vordergrund stehen also dein Engagement und Einsatz für andere im Kiez. Weitere Infos und das Antragsformular findest du hier. Falls du dir unsicher bist, wie du das Ganze angehen sollst, kannst du auch immer einen Termin mit Stephanie vom QM-Team machen, sie nimmt sich gerne Zeit für all deine Fragen und berät dich in aller Ruhe.
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Rückblick: Geförderte Aktionen im Rollberg 2025

Projektfonds 2025














































Rückblick: Bauprojekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Projekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Events im Rollberg 2025

Teamfoto















































Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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Was tun bei rechtsextremistischen und diskriminierenden Vorfällen?

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Seit einiger Zeit häuft sich – wie schon berichtet – auch im Rollbergkiez das Auftauchen rechtsextremistischer Sticker und Tags (Schriftzügen) an Laternen und Stromkästen auf. Auch rechtsextreme Schmierereien und Graffitis an Wänden sind grade in besorgniserregender Häufigkeit zu erkennen. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen. Hier ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Registerstelle Neukölln in Trägerschaft von Yekmal e. V., die extrem rechte und diskriminierende Vorfälle dokumentiert.

Wer seid ihr? Was sind eure Aufgaben- beziehungsweise Wirkungsbereiche mit Yekmal e. V. sowie dem Register Neukölln?
Yekmal e. V. (Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland) ist ein freier gemeinnütziger Träger und zählt zu den sogenannten Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Der soziale Träger Yekmal e. V. blickt auf eine über 30-jährige Vereinsgeschichte zurück und ist in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit, Bildung, Empowerment und Teilhabe tätig. Der Antidiskriminierungsbereich von Yekmal e. V. trägt den Namen „Centrum für intersektionale Diversität“ (CiD) und vereint vier unterschiedliche Projekte. 


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