WhatsApp Bild 2023 05 31 um 104329Bereits zum fünften Mal gibt es am Freitag, 1.9.2023 ab 16 Uhr eine Aktion aus der Reihe Kiez-Kochen im Rollberg.

Die Idee, gemeinsam mit Nachbar:innen zu kochen, hat die Babsi Community entwickelt, die die Veranstaltungen auch durchführt. Gegründet wurde sie von Dominika, die seit drei Jahren selbst im Rollberg-Kiez lebt und im Rahmen der Aktionsfonds-Förderung gemeinsame Koch-Veranstaltungen im Rollberg umsetzt.


Zusammen mit ihrer Freundin Emily, einer aus Frankreich stammenden Ernährungsberaterin, hat sie überlegt, wie sie dazu beitragen können, nachhaltiger Ernährung zu größerer Verbreitung zu verhelfen. „Dabei ist uns wichtig“, sagt Dominika, „dass wir nicht als verbissene oder radikale Veganerinnen wahrgenommen werden. Für mich ist natürlich die Klimakrise ein Hauptgrund für mein Engagement. Sie macht es notwendig, dass wir uns mehr und mehr auf pflanzliche Ernährung umstellen. Aber wir müssen viele Leute überzeugen, sich Gedanken zu machen und weniger tierische Produkte zu verbrauchen. Da hilft es nicht, Maximalforderungen zu stellen, wie dass alle perfekte Veganer:innen werden sollen. Sondern es ist wichtiger, einen leichten Zugang zu schaffen. Zu zeigen, pflanzliche Ernährung bedeutet keinen Verzicht, sondern macht auch Spaß! Es gibt zum Beispiel so viele Kräuter und Gewürze auf der Welt, die man entdecken kann.“

Ihr Konzept ist so überzeugend, dass „Babsi“ – die Initiative ist übrigens nach Dominikas Großmutter benannt – bereits vier weitere engagierte Frauen gewonnen hat. Wer selbst aktiv unterstützen will, kann sich jederzeit bei Dominika melden, freiwillige Helfer*innen sind jederzeit willkommen.

6 Koch-Aktionen im Rollberg in 2022 und 2023 für eine gute Nachbarschaft
Bereits im letzten Jahr gab es drei Veranstaltungen von Kiez-Kochen im Rollberg im Kiezanker. Und auch in diesem Jahr kommt die Aktion wieder gut in der Nachbarschaft an. Bereits bei der ersten Kochaktion im Juli in der Frischen Briese haben etwa 30 Leute teilgenommen. Für Dominika ist das ein schöner Erfolg gewesen, den sie als Ansporn sieht weiterzumachen. Schließlich geht es ihnen mit dem Projekt auch ganz wesentlich darum, die Nachbarschaft zusammenzubringen, was am Abend des 7. 7. aufs Schönste gelungen ist, wie die Bilder vom Event zeigen.

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„Als ich nach Berlin gekommen bin, hatte ich zwar einige Freunde hier, aber insgesamt sind Großstädte ja immer recht anonym. Es gibt in der Regel wenig Kontakt zu den direkten Nachbar:innen. Das wollen wir mit unseren Aktionen aufbrechen. Kochen ist da eine gute Tätigkeit, um ins Gespräch zu kommen. Und für uns klappt das gut. Seit wir angefangen haben, hat sich meine Wahrnehmung des Viertels geändert. Man erkennt sich auf der Straße wieder, kommt ins Gespräch, das Zugehörigkeitsgefühl verbessert sich.“

Um pflanzliche Ernährung populärer zu machen, gehört zum Konzept der Veranstaltungen, dass sie Gerichte, die traditionell mit Fleisch zubereitet werden, vegan interpretiert. Beim Juli-Termin gab es knusprige Sellerieschnitzel und veganes Schokomousse, für den 1. September stehen polnische Kopytka mit Bratensoße und Milchreis mit Früchten auf dem Speiseplan.

Sehr gern können für zukünftige Termine auch eigene Lieblingsrezepte bei der Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eingereicht werden, für die dann jeweils eine vegane Variante kreiert und zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt wird. Weitere Termine für das Kiez-Kochen im Rollberg sollen im Herbst folgen, dann voraussichtlich wieder im Kiezanker, dessen Team auch momentan gemeinsam mit dem Team der Prinzessinnengärten aushilft, was Geschirr, Besteck und Kochgelegenheiten betrifft.

Die kommende Ausgabe von Kiez-Kochen im Rollberg ist Teil der Neuköllner Gesundheitstage. In deren Rahmen bieten gemeinwohlorientierte Akteure in ganz Neukölln kostenlos verschiedene Projekte rund ums Thema „Gesundheit“ an: von Kochworkshops und Mitmachaktionen bis zu Informationsveranstaltungen.

Die Veranstaltungsreihe „Kiez-Kochen im Rollberg“ wird gefördert mit Mitteln des Förderprogramms Sozialer Zusammenhalt.

Text: H. Heiland, Bilder: D. Mazurkiewicz u. H. Heiland
Datum: 21.08.2023

Bis zu 1500 € für deine Aktion im Kiez

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Du hast eine gute Idee für eine Aktion im Rollberg aber kein Geld? Wir haben wieder 10.000€ im Topf und die warten auf gute Ideen, die einen Nutzen für die Rollberger Nachbarschaft haben. Aus dem Aktionsfonds können Kosten für Aktionen mit bis zu 1.500 € finanziert werden. Plane deine Aktion mind. 2 Monate im Voraus, für und mit deiner Nachbarschaft. Über die Vergabe der Gelder entscheidet die ehrenamtliche Aktionsfonds-Jury. Der Antrag muss bis zum 10 März bei uns eingehen, das QM-Team hilft gerne bei der Antragstellung. Alle nötigen Informationen dazu gibt es hier.
QM Rollbergsiedlung, Januar 2026, Illustration: Ulrike Jensen

Armut in Deutschland, Berlin, Neukölln und im Rollbergkiez


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Im Rahmen der des letzten Rollberger Kiezforums am 18.02.2026 wurde das Thema "Armut" aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet. Denn, mehr als ein Fünftel der Menschen in Deutschland (21,2 Prozent der Bevölkerung) gelten als arm. Das heißt, ihr Einkommen beträgt weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Bevölkerung. In Quartiersmanagement-Gebieten ist die Armutsquote immer besonders hoch, so auch im Rollbergkiez: hier leben über 50% der Familien in Armut. 

Was bedeutet Armut in einem reichen Land wie Deutschland?
Als arm gelten Haushalte, die sich bestimmte Güter und/oder Aktivitäten
nicht leisten können, die als normaler Lebensstandard gelten. Wer arm ist, kann beispielsweise die Wohnung nicht angemessen warmhalten, hat kein Geld für unerwartete Ausgaben, kann nichtr einmal im Monat essen gehen oder für eine Woche Urlaub im Jahr fahren.
Insbesondere die hohen Wohnungskosten (Miete, Nebenkosten) belasten viele Menschen zusätzlich. Rechnet man sie vom Einkommen ab, sind noch einmal 5,4 Millionen Menschen mehr von Armut betroffen – in Berlin ist es jeder vierte Haushalt.
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Auf in den Garten! – Der Frühling ist da!!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minPünktlich zu den milden Temperaturen startet am 24.02.2026 der offene Gartentag im Nachbarschaftsgarten Rollberg Paradise. Am Ende der Roland-Krüger-Straße findet ihr einen wild verwachsenen und wunderschönen Ort, an dem schon bald wieder junges Grün sprießen und die Stadtnatur erwachen wird. Gemeinsam mit dem Gartenteam des Prinzessinnengarten Kollektivs laden wir euch ein, vorbeizuschauen und gemeinsam mit euren Nachbar*innen zu gärtnern. Das Team ist immer dienstags von 14 bis 17 Uhr auf der Fläche. Man kann die ganze Saison über regelmäßig teilnehmen oder auch nur ab und an, ganz, wie es euch passt!
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Wie isst der Rollberg?

Ein Forschungsprojekt zu Ernährungsgewohnheiten im Rollberg stellt sich vor
Gastbeitrag des Berliner Ernährungsrats e. V.

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Anfang des Jahres 2025 haben wir uns auf den Weg gemacht, herauszufinden, ob die Rollberger*innen mit ihrer Ernährung und den Möglichkeiten, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft an gesunde Lebensmittel zu kommen, zufrieden sind. Wir, das sind der Ernährungsrat Berlin – eine Bürgerinitiative für gutes Essen – und Kolleginnen des Fachbereiches Ernährungspolitik der Humboldt Universität zu Berlin. Unser Ziel ist es herauszufinden, welche finanziellen und strukturellen Hürden dazu führen, dass sich Menschen nicht gesund und bedarfsgerecht ernähren können.

Von der Frage zur Antwort - Wie wir an Informationen kommen
84 Menschen aus dem nördlichen Neukölln beantworteten unseren Fragebogen; darunter 71 Personen aus dem Rollberg und angrenzenden Wohnbereichen. Zeitgleich führten wir die Umfrage auch im QM-Gebiet Falkenhagener Feld (Spandau) durch, um auch auf Unterschiede zwischen den Stadtteilen eingehen zu können. Da uns die Perspektiven armutserfahrener Menschen bei diesem Thema besonders wichtig sind, befragten wir auch Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. Sie machen rund ein Fünftel der Antworten aus.
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Gemeinsam stricken für eine bessere Nachbarschaft

Handarbeitsprojekt für gute Zwecke
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In unserem Projekt kommen Frauen zu einem kreativen Workshop zusammen. Gemeinsam häkeln, stricken, nähen und sticken wir nicht nur schöne Einzelstücke, sondern bereiten auch gespendete Kleidung liebevoll auf und reparieren sie.
Dieses Engagement hat klare Ziele: Das gemeinsame nachbarschaftliche Beisammensein sowie die Unterstützung Tee- und Wärmestube Neukölln mit der aufbereiteten Bekleidungsspende.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Obdachlosenhilfe in Berlin direkt vor Ort zu unterstützen und den Menschen in der Nachbarschaft mit praktischer Hilfe und auch Geselligkeit beizustehen.
Wann? Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10:00 - 12:00 Uhr in der Kopfstr. 18
Kostenlos; Anmeldungen bitte telefonisch unter der Rufnummer 030 / 52104266
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Aktionen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft: Der Rollberger Aktionsfonds

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minAuch dieses Jahr ist es wieder so weit: Der Aktionsfonds-Aufruf 2026 startet! Bis zum 10.März könnt ihr beim QM eure Ideen für Aktionen in der schönen Rollberger Nachbarschaft einreichen und euch auf eine kleine Förderung bewerben, um diese auch wahrwerden lassen zu können.

Aktionsfonds? Nie gehört ...
Na, dann wird es aber Zeit! Über das QM-Team werden jedes Jahr 10.000 Euro für mehr Leben und Miteinander im Kiez zur Verfügung gestellt. Du hast eine gute Idee, die das Zusammenleben im Rollberg bereichern würde, aber kein Geld, um dein Vorhaben auch umzusetzen? Genau dafür ist der Aktionsfonds da. Jede Person, die im Rollberg wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bis zu 1500,- Euro stellen. Wichtig ist, dass nur sogenannte Sachmittel gefördert werden, keine Gehälter oder Honorare. D. h. du bekommst, alles, was du für die Durchführung deiner Aktion benötigst, wie etwa Lebensmittel und Geschirr, Dekorationsmaterial und Blumen, Erde und Kräutersamen, Farbe und Werkzeuge, Druck von Flyern und Postern u. s. w. Aber du und die Menschen, die dir eventuell helfen wollen, müssen die Aktion ehrenamtlich durchführen. Im Vordergrund stehen also dein Engagement und Einsatz für andere im Kiez. Weitere Infos und das Antragsformular findest du hier. Falls du dir unsicher bist, wie du das Ganze angehen sollst, kannst du auch immer einen Termin mit Stephanie vom QM-Team machen, sie nimmt sich gerne Zeit für all deine Fragen und berät dich in aller Ruhe.
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Rückblick: Geförderte Aktionen im Rollberg 2025

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Rückblick: Bauprojekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Projekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Events im Rollberg 2025

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Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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Was tun bei rechtsextremistischen und diskriminierenden Vorfällen?

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Seit einiger Zeit häuft sich – wie schon berichtet – auch im Rollbergkiez das Auftauchen rechtsextremistischer Sticker und Tags (Schriftzügen) an Laternen und Stromkästen auf. Auch rechtsextreme Schmierereien und Graffitis an Wänden sind grade in besorgniserregender Häufigkeit zu erkennen. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen. Hier ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Registerstelle Neukölln in Trägerschaft von Yekmal e. V., die extrem rechte und diskriminierende Vorfälle dokumentiert.

Wer seid ihr? Was sind eure Aufgaben- beziehungsweise Wirkungsbereiche mit Yekmal e. V. sowie dem Register Neukölln?
Yekmal e. V. (Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland) ist ein freier gemeinnütziger Träger und zählt zu den sogenannten Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Der soziale Träger Yekmal e. V. blickt auf eine über 30-jährige Vereinsgeschichte zurück und ist in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit, Bildung, Empowerment und Teilhabe tätig. Der Antidiskriminierungsbereich von Yekmal e. V. trägt den Namen „Centrum für intersektionale Diversität“ (CiD) und vereint vier unterschiedliche Projekte. 


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