2022 gemeinschaftsgartenDie Rollbergsiedlung ist von viel befahrenen Straßen umgeben und liegt im Zentrum eines Bezirks, der einer Mehrfachbelastung an Lärm, Hitze, Schadstoffen u.s.w. ausgesetzt ist. Grund genug, einen neuen grünen Ort in der Siedlung zu schaffen, der zu einer besseren Luft beiträgt, im Sommer zwischen Pflanzen etwas kühlenden Schatten bietet und zum Erholen und sozialen Miteinander der Nachbarschaft einlädt: Der Rollberger Gemeinschaftsgarten!


Liebe Gärtner*innen, liebe Pflanzenliebhaber*innen, liebe Menschen mit grünem Daumen und solche, die ihn bekommen wollen, liebe Rollberger Nachbarschaft,

die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Klima- und Verbraucherschutz hat eine Studie veröffentlicht, die darüber informiert, wie umweltgerecht die Berliner Bezirke im Vergleich sind.

Umweltgerechtigkeit? Nie gehört. Was meint das?
Wer ständigem Lärm ausgesetzt ist, weil er an einer lauten Straße wohnt, ist gestresster als jemand, der in einer ruhigen Gegend wohnt. Wer einen Park in der Nähe hat und sich dort erholen kann, hat eine Möglichkeit zur Entspannung, die jemand, der selten oder gar nicht in die Natur kommt, nicht hat. Die direkte Umwelt, in der wir leben, bestimmt also mit, welche Chancen wir auf ein gesundes Leben haben. Diese Chancen sind in der Stadt nicht für alle Menschen gleich, denn Umweltfaktoren wie Lärm- und Hitzebelastung, Schadstoffe in der Luft, die Verfügbarkeit von Grünflächen und auch die soziale Benachteiligung der Nachbarschaft sind in den einzelnen Bezirken unterschiedlich stark ausgeprägt. Um Umweltgerechtigkeit messen zu können, werden die genannten Faktoren in allen Bezirken untersucht und miteinander verglichen. Im Rahmen der Studie stellte sich heraus, dass die Belastungswerte in Neukölln deutlich höher sind, als in anderen Stadtteilen und die Umweltgerechtigkeit hier somit geringer ist, als an anderen Wohnorten der Stadt.

Neues QM-Projekt: Eine grüne Wohlfühloase für den Rollberg
Im neuen QM-Projekt „Wir gründen einen Gemeinschaftsgarten“, das gerade gestartet ist, wird der Projektträger Nomadisch Grün gGmbH, den viele sicherlich eher als Prinzessinnengärten kennen, gemeinsam mit Euch und allen anderen Interessierten aus der Rollberger Nachbarschaft einen Garten auf dem Dach der Tiefgarage in der Briesestraße gestalten. Mit Hochbeeten, Sitzgelegenheiten, natürlich vielen Pflanzen und, und, und…

Mach mit! Ein Garten von Rollberger*innen für Rollberger*innen
Neben Blumen, Gemüse und Regenwürmern ist ein ganz wichtiger Baustein im Projekt die Beteiligung der Nachbarschaft, also euch! Rollberger Nachbar*innen, lokale Vereine, die Kitas und Schulen, ihr alle seid herzlichst eingeladen, euch am Projekt zu beteiligen und mitzumachen. Plant den Bau nach euren Vorstellungen, wählt Pflanzen aus, die ihr gern blühen sehen wollt, übernehmt eine Tomatenpatenschaft, macht euch die Hände mit Erde schmutzig und lernt in Workshops alles, was man zum Gärtnern wissen muss. Das Gartenteam ist offen für eure Wünsche und Vorschläge. Doch auch wenn ihr keine Lust auf Gartenarbeit habt, soll der Gemeinschaftsgarten ein Ort werden, an dem ihr euch wohlfühlt, und den ihr nutzt! Ihr seid eingeladen, die Fläche als Veranstaltungsort für den Kiez mitzugestalten. Organisiert gemeinsam eine Müttergruppe, die sich dort zum Kaffee treffen will oder einen Lesezirkel am Nachmittag. Sprecht das Projektteam oder uns an und erzählt von euren Ideen und Wünschen!


Neugierig geworden?
Das Projektteam lädt euch ein: „Wir sind im September im Kiez unterwegs und sprechen mit euch über den Garten. Ihr erkennt uns an den bunten Flyern und Saatguttütchen. Sagt uns doch direkt, was ihr von dem Gartenprojekt denkt und wir finden ein Weg, wie es sich umsetzen lässt. Seid ihr passionierte Gärtner*innen, ihr begeistert euch fürs Tischlern oder die Stadtnatur? Wir suchen Menschen, die von Anfang an mit Tat und Kraft dabei sind und das Rückgrat des Gartens ausmachen. Schreibt uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder besucht uns bei den u.g. Terminen. Eure Ideen zählen hier sehr viel!“

Also informier dich über das Projekt und lerne das Team kennen…
… beim Rollberger Kiezfest am 16.09. ab 15.30 Uhr auf dem Falkplatz
… beim der Rollberger Kiez-AG am 20.09. (nur für Akteure)
… am 30.09. ab 14 Uhr bei der Auftaktveranstaltung von „Wir gründen einen Gemeinschaftsgarten“ (Programm wird zeitnah veröffentlicht)

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Programms Sozialer Zusammenhalt.



Bis zu 1500 € für deine Aktion im Kiez

KIEZFORUM SAVE THE DATE2 

Du hast eine gute Idee für eine Aktion im Rollberg aber kein Geld? Wir haben wieder 10.000€ im Topf und die warten auf gute Ideen, die einen Nutzen für die Rollberger Nachbarschaft haben. Aus dem Aktionsfonds können Kosten für Aktionen mit bis zu 1.500 € finanziert werden. Plane deine Aktion mind. 2 Monate im Voraus, für und mit deiner Nachbarschaft. Über die Vergabe der Gelder entscheidet die ehrenamtliche Aktionsfonds-Jury. Der Antrag muss bis zum 10 März bei uns eingehen, das QM-Team hilft gerne bei der Antragstellung. Alle nötigen Informationen dazu gibt es hier.
QM Rollbergsiedlung, Januar 2026, Illustration: Ulrike Jensen

Armut in Deutschland, Berlin, Neukölln und im Rollbergkiez


flaschensammler
Im Rahmen der des letzten Rollberger Kiezforums am 18.02.2026 wurde das Thema "Armut" aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet. Denn, mehr als ein Fünftel der Menschen in Deutschland (21,2 Prozent der Bevölkerung) gelten als arm. Das heißt, ihr Einkommen beträgt weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Bevölkerung. In Quartiersmanagement-Gebieten ist die Armutsquote immer besonders hoch, so auch im Rollbergkiez: hier leben über 50% der Familien in Armut. 

Was bedeutet Armut in einem reichen Land wie Deutschland?
Als arm gelten Haushalte, die sich bestimmte Güter und/oder Aktivitäten
nicht leisten können, die als normaler Lebensstandard gelten. Wer arm ist, kann beispielsweise die Wohnung nicht angemessen warmhalten, hat kein Geld für unerwartete Ausgaben, kann nichtr einmal im Monat essen gehen oder für eine Woche Urlaub im Jahr fahren.
Insbesondere die hohen Wohnungskosten (Miete, Nebenkosten) belasten viele Menschen zusätzlich. Rechnet man sie vom Einkommen ab, sind noch einmal 5,4 Millionen Menschen mehr von Armut betroffen – in Berlin ist es jeder vierte Haushalt.
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Auf in den Garten! – Der Frühling ist da!!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minPünktlich zu den milden Temperaturen startet am 24.02.2026 der offene Gartentag im Nachbarschaftsgarten Rollberg Paradise. Am Ende der Roland-Krüger-Straße findet ihr einen wild verwachsenen und wunderschönen Ort, an dem schon bald wieder junges Grün sprießen und die Stadtnatur erwachen wird. Gemeinsam mit dem Gartenteam des Prinzessinnengarten Kollektivs laden wir euch ein, vorbeizuschauen und gemeinsam mit euren Nachbar*innen zu gärtnern. Das Team ist immer dienstags von 14 bis 17 Uhr auf der Fläche. Man kann die ganze Saison über regelmäßig teilnehmen oder auch nur ab und an, ganz, wie es euch passt!
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Wie isst der Rollberg?

Ein Forschungsprojekt zu Ernährungsgewohnheiten im Rollberg stellt sich vor
Gastbeitrag des Berliner Ernährungsrats e. V.

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
Anfang des Jahres 2025 haben wir uns auf den Weg gemacht, herauszufinden, ob die Rollberger*innen mit ihrer Ernährung und den Möglichkeiten, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft an gesunde Lebensmittel zu kommen, zufrieden sind. Wir, das sind der Ernährungsrat Berlin – eine Bürgerinitiative für gutes Essen – und Kolleginnen des Fachbereiches Ernährungspolitik der Humboldt Universität zu Berlin. Unser Ziel ist es herauszufinden, welche finanziellen und strukturellen Hürden dazu führen, dass sich Menschen nicht gesund und bedarfsgerecht ernähren können.

Von der Frage zur Antwort - Wie wir an Informationen kommen
84 Menschen aus dem nördlichen Neukölln beantworteten unseren Fragebogen; darunter 71 Personen aus dem Rollberg und angrenzenden Wohnbereichen. Zeitgleich führten wir die Umfrage auch im QM-Gebiet Falkenhagener Feld (Spandau) durch, um auch auf Unterschiede zwischen den Stadtteilen eingehen zu können. Da uns die Perspektiven armutserfahrener Menschen bei diesem Thema besonders wichtig sind, befragten wir auch Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. Sie machen rund ein Fünftel der Antworten aus.
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Gemeinsam stricken für eine bessere Nachbarschaft

Handarbeitsprojekt für gute Zwecke
Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
In unserem Projekt kommen Frauen zu einem kreativen Workshop zusammen. Gemeinsam häkeln, stricken, nähen und sticken wir nicht nur schöne Einzelstücke, sondern bereiten auch gespendete Kleidung liebevoll auf und reparieren sie.
Dieses Engagement hat klare Ziele: Das gemeinsame nachbarschaftliche Beisammensein sowie die Unterstützung Tee- und Wärmestube Neukölln mit der aufbereiteten Bekleidungsspende.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Obdachlosenhilfe in Berlin direkt vor Ort zu unterstützen und den Menschen in der Nachbarschaft mit praktischer Hilfe und auch Geselligkeit beizustehen.
Wann? Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10:00 - 12:00 Uhr in der Kopfstr. 18
Kostenlos; Anmeldungen bitte telefonisch unter der Rufnummer 030 / 52104266
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Aktionen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft: Der Rollberger Aktionsfonds

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minAuch dieses Jahr ist es wieder so weit: Der Aktionsfonds-Aufruf 2026 startet! Bis zum 10.März könnt ihr beim QM eure Ideen für Aktionen in der schönen Rollberger Nachbarschaft einreichen und euch auf eine kleine Förderung bewerben, um diese auch wahrwerden lassen zu können.

Aktionsfonds? Nie gehört ...
Na, dann wird es aber Zeit! Über das QM-Team werden jedes Jahr 10.000 Euro für mehr Leben und Miteinander im Kiez zur Verfügung gestellt. Du hast eine gute Idee, die das Zusammenleben im Rollberg bereichern würde, aber kein Geld, um dein Vorhaben auch umzusetzen? Genau dafür ist der Aktionsfonds da. Jede Person, die im Rollberg wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bis zu 1500,- Euro stellen. Wichtig ist, dass nur sogenannte Sachmittel gefördert werden, keine Gehälter oder Honorare. D. h. du bekommst, alles, was du für die Durchführung deiner Aktion benötigst, wie etwa Lebensmittel und Geschirr, Dekorationsmaterial und Blumen, Erde und Kräutersamen, Farbe und Werkzeuge, Druck von Flyern und Postern u. s. w. Aber du und die Menschen, die dir eventuell helfen wollen, müssen die Aktion ehrenamtlich durchführen. Im Vordergrund stehen also dein Engagement und Einsatz für andere im Kiez. Weitere Infos und das Antragsformular findest du hier. Falls du dir unsicher bist, wie du das Ganze angehen sollst, kannst du auch immer einen Termin mit Stephanie vom QM-Team machen, sie nimmt sich gerne Zeit für all deine Fragen und berät dich in aller Ruhe.
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Rückblick: Geförderte Aktionen im Rollberg 2025

Projektfonds 2025














































Rückblick: Bauprojekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Projekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Events im Rollberg 2025

Teamfoto















































Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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Was tun bei rechtsextremistischen und diskriminierenden Vorfällen?

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Seit einiger Zeit häuft sich – wie schon berichtet – auch im Rollbergkiez das Auftauchen rechtsextremistischer Sticker und Tags (Schriftzügen) an Laternen und Stromkästen auf. Auch rechtsextreme Schmierereien und Graffitis an Wänden sind grade in besorgniserregender Häufigkeit zu erkennen. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen. Hier ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Registerstelle Neukölln in Trägerschaft von Yekmal e. V., die extrem rechte und diskriminierende Vorfälle dokumentiert.

Wer seid ihr? Was sind eure Aufgaben- beziehungsweise Wirkungsbereiche mit Yekmal e. V. sowie dem Register Neukölln?
Yekmal e. V. (Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland) ist ein freier gemeinnütziger Träger und zählt zu den sogenannten Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Der soziale Träger Yekmal e. V. blickt auf eine über 30-jährige Vereinsgeschichte zurück und ist in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit, Bildung, Empowerment und Teilhabe tätig. Der Antidiskriminierungsbereich von Yekmal e. V. trägt den Namen „Centrum für intersektionale Diversität“ (CiD) und vereint vier unterschiedliche Projekte. 


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