2022 maedchenfussballturnier zuckmayerschule 1Gleich zwei Fußballturniere bestimmten die 17. Kalenderwoche im Rollberg: Das Mädchen-Fußballturnier in der Zuckmayer-Schule und das traditionelle Turnier am 1. Mai-Fest beim Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe. Nach coronabedingter, zweijähriger Pause fand das 1. Mai-Fest im Rollberg endlich wieder statt.

"Ich bin eigentlich kein Fußballfan", outete sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel auf dem gemeinsamen Schulhof von Zuckmayer- und Regenbogenschule. Zum Mädchen-Fußballturnier kam er trotzdem. Vor allem, um seine Unterstützung zu signalisieren: Zwar spielen immer mehr Mädchen und Frauen Fußball, selbstverständlich ist dies aber noch nicht. Das erste Mädchenfußballturnier für Sieben- bis Zehntklässlerinnen in der Zuckmayerschule war deshalb ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Vor allem: ein solches Turnier hat es bislang an keiner Neuköllner Schulen gegeben. "Wir finden es super, dass die Mädels die Gelegenheit haben, hier zu spielen", freute sich Laura Möllerhenn, Lehrerin an der Otto-Hahn-Schule. Die sportbetonte Schule im Neuköllner Süden baut zurzeit das Mädchen-Fußball-Projekt "Scoring-Girls" auf. Außer zwei Mädchen, die in Vereinen spielen, haben die anderen Teilnehmerinnen bisher kaum Spielerfahrung sammeln können.

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Mannschaften der Otto-Hahn- und der Zuckmayerschiule im Duell.

Neben den zwei Mannschaften der Otto-Hahn-Schule waren auf dem Turnier noch zwei Teams der Fritz-Karsen-Schule und vier Teams der Zuckmayer-Schule am Start. Gespielt wurde drei gegen drei in einem eigens aufgebauten Fußballkäfig. Der Käfig, eine Torschussanlage und die Preise wurden vom Landessportbund Berlin gesponsert, der seit zwei Jahren mit Hussein Kanaan, Lehrer an der Zuckmayer-Schule, kooperiert. Hussein Kanaan hat bereits Box-Turniere an der Schule organisiert und leitet ein offenes Thai-Boxen-Training in der Turnhalle der Schule. Für ihn ist Sport ein gutes Mittel, um bei den Kindern "Selbstbewusstsein, Teamgeist, Fairness und Fitness" zu fördern.



1. Mai in der Lessinghöhe: Respekt und friedliches Miteinander


Das zweite Fußballturnier der Woche ist ein Klassiker in Neukölln: Seit vielen Jahren ist der sportliche Wettkampf Teil der 1. Mai-Feier im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe, eine der ältesten Jugendeinrichtungen Berlins. Partner der Veranstaltung ist traditionell der Polizeiabschnitt 55, der auch dieses Jahr wieder einen Fahrradparcours und einen eigenen Stand aufgebaut hatte. Mit Ständen vertreten waren darüber hinaus Einrichtungen wie MaDonna Mädchenkult.Ur e.V., AKI e.V., Morus 14 e.V., die Jugendgerichtshilfe Neukölln und das Rollberger Repair Café vom Projekt Teilen, tauschen, reparieren – Nachhaltigkeit im Rollberg II.

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Eröffneten das Turnier (v.li.n.re.): die stellvertretenden Bezirksverordnetenvorsteherin Beate Bruker,
Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der Leiter des Polizeiabschnitts 55, Dirk Daube sowie
die Berliner Staatssekretärin für Sport, Nicola Böcker-Giannini.



Dass nach zwei Jahren Pause endlich wieder eine Mai-Feier stattfinden konnte, war Hauptthema in den offiziellen Eröffnungsreden, die von Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der stellvertretenden Bezirksverordnetenvorsteherin Beate Bruker, dem Leiter des Polizeiabschnitts 55, Dirk Daube sowie der Berliner Staatssekretärin für Sport, Nicola Böcker-Giannini gehalten wurden. Die beiden letztgenannten eröffneten per Anstoß danach das Turnier. Zehn Mannschaften spielten mit, am Ende siegte das Team der Lessinghöhe.
Neben dem sportlichen Aspekt spielt immer auch der respektvolle, friedliche Umgang eine große Rolle auf der 1. Mai-Feier. Das Fest in der ältesten Jugendeinrichtung Neuköllns war von Anfang an ein bewusster Gegenentwurf zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen zum 1. Mai in anderen Ecken Berlins und lief zuletzt immer unter dem Motto "Fußball statt Steine". "Auch diesmal lief alles super friedlich, es gab nicht mal eine Rangelei auf dem Fußballplatz", so ein Mitarbeiter der Lessinghöhe. Sinan Yurderi wird es freuen: der Sozialarbeiter ist seit 1. April neuer Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Lessinghöhe. Die Mai-Feier war ein guter Einstand.

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Hackentrick der Mannschaft aus der Regenbogen-Schule.


Text/Fotos: M. Hühn, Mai 2022


Bis zu 1500 € für deine Aktion im Kiez

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Du hast eine gute Idee für eine Aktion im Rollberg aber kein Geld? Wir haben wieder 10.000€ im Topf und die warten auf gute Ideen, die einen Nutzen für die Rollberger Nachbarschaft haben. Aus dem Aktionsfonds können Kosten für Aktionen mit bis zu 1.500 € finanziert werden. Plane deine Aktion mind. 2 Monate im Voraus, für und mit deiner Nachbarschaft. Über die Vergabe der Gelder entscheidet die ehrenamtliche Aktionsfonds-Jury. Der Antrag muss bis zum 10 März bei uns eingehen, das QM-Team hilft gerne bei der Antragstellung. Alle nötigen Informationen dazu gibt es hier.
QM Rollbergsiedlung, Januar 2026, Illustration: Ulrike Jensen

Armut in Deutschland, Berlin, Neukölln und im Rollbergkiez


flaschensammler
Im Rahmen der des letzten Rollberger Kiezforums am 18.02.2026 wurde das Thema "Armut" aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet. Denn, mehr als ein Fünftel der Menschen in Deutschland (21,2 Prozent der Bevölkerung) gelten als arm. Das heißt, ihr Einkommen beträgt weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Bevölkerung. In Quartiersmanagement-Gebieten ist die Armutsquote immer besonders hoch, so auch im Rollbergkiez: hier leben über 50% der Familien in Armut. 

Was bedeutet Armut in einem reichen Land wie Deutschland?
Als arm gelten Haushalte, die sich bestimmte Güter und/oder Aktivitäten
nicht leisten können, die als normaler Lebensstandard gelten. Wer arm ist, kann beispielsweise die Wohnung nicht angemessen warmhalten, hat kein Geld für unerwartete Ausgaben, kann nichtr einmal im Monat essen gehen oder für eine Woche Urlaub im Jahr fahren.
Insbesondere die hohen Wohnungskosten (Miete, Nebenkosten) belasten viele Menschen zusätzlich. Rechnet man sie vom Einkommen ab, sind noch einmal 5,4 Millionen Menschen mehr von Armut betroffen – in Berlin ist es jeder vierte Haushalt.
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Auf in den Garten! – Der Frühling ist da!!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minPünktlich zu den milden Temperaturen startet am 24.02.2026 der offene Gartentag im Nachbarschaftsgarten Rollberg Paradise. Am Ende der Roland-Krüger-Straße findet ihr einen wild verwachsenen und wunderschönen Ort, an dem schon bald wieder junges Grün sprießen und die Stadtnatur erwachen wird. Gemeinsam mit dem Gartenteam des Prinzessinnengarten Kollektivs laden wir euch ein, vorbeizuschauen und gemeinsam mit euren Nachbar*innen zu gärtnern. Das Team ist immer dienstags von 14 bis 17 Uhr auf der Fläche. Man kann die ganze Saison über regelmäßig teilnehmen oder auch nur ab und an, ganz, wie es euch passt!
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Wie isst der Rollberg?

Ein Forschungsprojekt zu Ernährungsgewohnheiten im Rollberg stellt sich vor
Gastbeitrag des Berliner Ernährungsrats e. V.

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
Anfang des Jahres 2025 haben wir uns auf den Weg gemacht, herauszufinden, ob die Rollberger*innen mit ihrer Ernährung und den Möglichkeiten, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft an gesunde Lebensmittel zu kommen, zufrieden sind. Wir, das sind der Ernährungsrat Berlin – eine Bürgerinitiative für gutes Essen – und Kolleginnen des Fachbereiches Ernährungspolitik der Humboldt Universität zu Berlin. Unser Ziel ist es herauszufinden, welche finanziellen und strukturellen Hürden dazu führen, dass sich Menschen nicht gesund und bedarfsgerecht ernähren können.

Von der Frage zur Antwort - Wie wir an Informationen kommen
84 Menschen aus dem nördlichen Neukölln beantworteten unseren Fragebogen; darunter 71 Personen aus dem Rollberg und angrenzenden Wohnbereichen. Zeitgleich führten wir die Umfrage auch im QM-Gebiet Falkenhagener Feld (Spandau) durch, um auch auf Unterschiede zwischen den Stadtteilen eingehen zu können. Da uns die Perspektiven armutserfahrener Menschen bei diesem Thema besonders wichtig sind, befragten wir auch Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. Sie machen rund ein Fünftel der Antworten aus.
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Gemeinsam stricken für eine bessere Nachbarschaft

Handarbeitsprojekt für gute Zwecke
Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
In unserem Projekt kommen Frauen zu einem kreativen Workshop zusammen. Gemeinsam häkeln, stricken, nähen und sticken wir nicht nur schöne Einzelstücke, sondern bereiten auch gespendete Kleidung liebevoll auf und reparieren sie.
Dieses Engagement hat klare Ziele: Das gemeinsame nachbarschaftliche Beisammensein sowie die Unterstützung Tee- und Wärmestube Neukölln mit der aufbereiteten Bekleidungsspende.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Obdachlosenhilfe in Berlin direkt vor Ort zu unterstützen und den Menschen in der Nachbarschaft mit praktischer Hilfe und auch Geselligkeit beizustehen.
Wann? Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10:00 - 12:00 Uhr in der Kopfstr. 18
Kostenlos; Anmeldungen bitte telefonisch unter der Rufnummer 030 / 52104266
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Aktionen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft: Der Rollberger Aktionsfonds

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minAuch dieses Jahr ist es wieder so weit: Der Aktionsfonds-Aufruf 2026 startet! Bis zum 10.März könnt ihr beim QM eure Ideen für Aktionen in der schönen Rollberger Nachbarschaft einreichen und euch auf eine kleine Förderung bewerben, um diese auch wahrwerden lassen zu können.

Aktionsfonds? Nie gehört ...
Na, dann wird es aber Zeit! Über das QM-Team werden jedes Jahr 10.000 Euro für mehr Leben und Miteinander im Kiez zur Verfügung gestellt. Du hast eine gute Idee, die das Zusammenleben im Rollberg bereichern würde, aber kein Geld, um dein Vorhaben auch umzusetzen? Genau dafür ist der Aktionsfonds da. Jede Person, die im Rollberg wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bis zu 1500,- Euro stellen. Wichtig ist, dass nur sogenannte Sachmittel gefördert werden, keine Gehälter oder Honorare. D. h. du bekommst, alles, was du für die Durchführung deiner Aktion benötigst, wie etwa Lebensmittel und Geschirr, Dekorationsmaterial und Blumen, Erde und Kräutersamen, Farbe und Werkzeuge, Druck von Flyern und Postern u. s. w. Aber du und die Menschen, die dir eventuell helfen wollen, müssen die Aktion ehrenamtlich durchführen. Im Vordergrund stehen also dein Engagement und Einsatz für andere im Kiez. Weitere Infos und das Antragsformular findest du hier. Falls du dir unsicher bist, wie du das Ganze angehen sollst, kannst du auch immer einen Termin mit Stephanie vom QM-Team machen, sie nimmt sich gerne Zeit für all deine Fragen und berät dich in aller Ruhe.
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Rückblick: Geförderte Aktionen im Rollberg 2025

Projektfonds 2025














































Rückblick: Bauprojekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Projekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Events im Rollberg 2025

Teamfoto















































Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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Was tun bei rechtsextremistischen und diskriminierenden Vorfällen?

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Seit einiger Zeit häuft sich – wie schon berichtet – auch im Rollbergkiez das Auftauchen rechtsextremistischer Sticker und Tags (Schriftzügen) an Laternen und Stromkästen auf. Auch rechtsextreme Schmierereien und Graffitis an Wänden sind grade in besorgniserregender Häufigkeit zu erkennen. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen. Hier ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Registerstelle Neukölln in Trägerschaft von Yekmal e. V., die extrem rechte und diskriminierende Vorfälle dokumentiert.

Wer seid ihr? Was sind eure Aufgaben- beziehungsweise Wirkungsbereiche mit Yekmal e. V. sowie dem Register Neukölln?
Yekmal e. V. (Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland) ist ein freier gemeinnütziger Träger und zählt zu den sogenannten Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Der soziale Träger Yekmal e. V. blickt auf eine über 30-jährige Vereinsgeschichte zurück und ist in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit, Bildung, Empowerment und Teilhabe tätig. Der Antidiskriminierungsbereich von Yekmal e. V. trägt den Namen „Centrum für intersektionale Diversität“ (CiD) und vereint vier unterschiedliche Projekte. 


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