2021Eroeffn Freifl KitaMiniMix12Auf den ersten Blick wirken einige der neuen Spielgeräte unscheinbar, aber sie haben es in sich. Am Mittwoch, den 8. September wurde die umgestaltete Außenfläche der Rollberger Kita Mini-Mix International offiziell eröffnet. Gefördert wurde das Projektfondsprojekt vom Quartiersmanagement aus Mitteln des Programms Sozialer Zusammenhalt.


Glatt geschliffene, organisch aussehende Holzpfosten mit runden, glänzenden Ösen. Einige der neuen Geräte auf der großen Außenfläche der Kita geben zumindest Erwachsenen Rätsel auf. Aber sie haben es in, bzw. an sich: Zwischen den Pfosten können z.B. Seile, Netze oder Klangstäbe gespannt werden, die den Kindern immer wieder neue, abwechslungsreiche Anreize zum Spielen und Experimentieren bieten. Ergänzt wurden die flexiblen Holzpfosten durch ein großes Balanciergerät, eine Kletterplattform für die unter 3-Jährigen und ein Kombi-Spielgerät mit Rutsche umrandet von einer Bobbycar-Bahn.
Da die Nestschaukel noch gut erhalten ist, wurde diese nachhaltig und passend zum Bewegungskonzept umgesetzt. Dadurch wurden Bereiche nach Altersgruppen geschaffen. Für den spielerischen Umgang mit Wasser wurden noch die Pumpe und Matschrinnen erneuert. Zudem wurden der ehemalige Fühl-Parcours zum Barfußlaufen und diverse andere Spielgeräte repariert und neu gestrichen. Kita-Leiterin Annette Mushake freute sich vor allem über das Engagement der Eltern: "130 ehrenamtliche Elternstunden wurden hier geleistet."

Firdaous Fatfouta-Hanka vom Quartiersmanagement Rollberg freut sich über die gelungene Neugestaltung, der ein mehrstufiger Prozess vorausgegangen war. Ein Gespräch mit den Kitas im Rahmen der Bedarfsermittlung hat den Handlungsbedarf ergeben, dass immer mehr Kleinkinder im Rollberg durch die zunehmende Bewegungsarmut Defizite in der Fein- und Grobmotorik aufweisen. Der Quartiersrat Rollberg hat diesen Bedarf dann ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt und der Neugestaltung der veralteten Außenfläche der größten Kita im Kiez mit knapp 250 Kindern zugestimmt. Es folgte der Trägerwettbewerb und schließlich die Auswahl des Trägers bwgt e.V., einem Planer*innen-Zusammenschluss, der auf die Realisierung bewegungsfördernder Projekte unter Beteiligung der Nutzer*innen spezialisiert ist - im Fall Kita Mini-Mix der Kinder, ihren Eltern und Erzieher*innen.

Birgit Funke, Projektleiterin der Maßnahme, erklärt, dass glücklicherweise im Herbst 2019 noch vor der Corona-Pandemie die Nutzenden beteiligt werden konnte. Die Kinder bauten mit ihren Erzieherinnen und Erzieher kleine Modelle ihrer Wunschspielgeräte und bwgt e.V. konnte einige Modellideen in die Planung miteinfließen lassen. Obwohl die Fördermittel begrenzt waren, wurde vorausschauend für die ganze Außenfläche geplant, um ein Gesamtkonzept für die Bewegungsförderung in der Tasche zu haben. Es wurde ein guter Teil umgesetzt. Für den Rest wird noch anderweitig nach finanziellen Mitteln geschaut. Aktuell kommt aber noch hinzu, dass die Kosten im Projektverlauf schwer abschätzbar waren, da es starke Schwankungen auf den Roh- bzw. Baustoffmärkten gibt. bwgt-Planerin Carolin Rußler erklärte die daraus resultierende Strategie: "Wir haben in diesem Projekt einen ersten Bauabschnitt umgesetzt. Die Geräte sind so konzipiert, dass wir sie erweitern können."


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An der Eröffnung der Außenfläche nahmen noch die Gebietskoordinationen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und des Bezirksamts Neukölln, die Regionalleitung des Jugend- und Sozialwerks gGmbH, dem Träger der Kita sowie ein Erzieher der Kita teil. Letzterer hat noch viel vor: Maik Ziebig ist nicht nur ausgebildeter Erzieher, sondern auch Zimmerer. Ziebig plant Schritt für Schritt die Umgestaltung der Freifläche weiter. So soll die Sauna wieder in Betrieb genommen werden, die vor Jahren aus Mitteln des Programms Soziale Stadt angeschafft wurde und es sollen neue Aufenthaltsflächen entstehen. Vor allem aber will Maik Ziebig die Veränderungen nachhaltig und kostensparend aus Materialien schaffen, die es in der Kita gibt.

Das Projekt Neugestaltung Außenfläche Kita Mini-Mix International des Quartiersmanagement Rollbergsiedlung wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil, Programm Soziale Stadt.


Text/Fotos: QM Rollberg/ M. Hühn


Bis zu 1500 € für deine Aktion im Kiez

KIEZFORUM SAVE THE DATE2 

Du hast eine gute Idee für eine Aktion im Rollberg aber kein Geld? Wir haben wieder 10.000€ im Topf und die warten auf gute Ideen, die einen Nutzen für die Rollberger Nachbarschaft haben. Aus dem Aktionsfonds können Kosten für Aktionen mit bis zu 1.500 € finanziert werden. Plane deine Aktion mind. 2 Monate im Voraus, für und mit deiner Nachbarschaft. Über die Vergabe der Gelder entscheidet die ehrenamtliche Aktionsfonds-Jury. Der Antrag muss bis zum 10 März bei uns eingehen, das QM-Team hilft gerne bei der Antragstellung. Alle nötigen Informationen dazu gibt es hier.
QM Rollbergsiedlung, Januar 2026, Illustration: Ulrike Jensen

Armut in Deutschland, Berlin, Neukölln und im Rollbergkiez


flaschensammler
Im Rahmen der des letzten Rollberger Kiezforums am 18.02.2026 wurde das Thema "Armut" aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet. Denn, mehr als ein Fünftel der Menschen in Deutschland (21,2 Prozent der Bevölkerung) gelten als arm. Das heißt, ihr Einkommen beträgt weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Bevölkerung. In Quartiersmanagement-Gebieten ist die Armutsquote immer besonders hoch, so auch im Rollbergkiez: hier leben über 50% der Familien in Armut. 

Was bedeutet Armut in einem reichen Land wie Deutschland?
Als arm gelten Haushalte, die sich bestimmte Güter und/oder Aktivitäten
nicht leisten können, die als normaler Lebensstandard gelten. Wer arm ist, kann beispielsweise die Wohnung nicht angemessen warmhalten, hat kein Geld für unerwartete Ausgaben, kann nichtr einmal im Monat essen gehen oder für eine Woche Urlaub im Jahr fahren.
Insbesondere die hohen Wohnungskosten (Miete, Nebenkosten) belasten viele Menschen zusätzlich. Rechnet man sie vom Einkommen ab, sind noch einmal 5,4 Millionen Menschen mehr von Armut betroffen – in Berlin ist es jeder vierte Haushalt.
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Auf in den Garten! – Der Frühling ist da!!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minPünktlich zu den milden Temperaturen startet am 24.02.2026 der offene Gartentag im Nachbarschaftsgarten Rollberg Paradise. Am Ende der Roland-Krüger-Straße findet ihr einen wild verwachsenen und wunderschönen Ort, an dem schon bald wieder junges Grün sprießen und die Stadtnatur erwachen wird. Gemeinsam mit dem Gartenteam des Prinzessinnengarten Kollektivs laden wir euch ein, vorbeizuschauen und gemeinsam mit euren Nachbar*innen zu gärtnern. Das Team ist immer dienstags von 14 bis 17 Uhr auf der Fläche. Man kann die ganze Saison über regelmäßig teilnehmen oder auch nur ab und an, ganz, wie es euch passt!
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Wie isst der Rollberg?

Ein Forschungsprojekt zu Ernährungsgewohnheiten im Rollberg stellt sich vor
Gastbeitrag des Berliner Ernährungsrats e. V.

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
Anfang des Jahres 2025 haben wir uns auf den Weg gemacht, herauszufinden, ob die Rollberger*innen mit ihrer Ernährung und den Möglichkeiten, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft an gesunde Lebensmittel zu kommen, zufrieden sind. Wir, das sind der Ernährungsrat Berlin – eine Bürgerinitiative für gutes Essen – und Kolleginnen des Fachbereiches Ernährungspolitik der Humboldt Universität zu Berlin. Unser Ziel ist es herauszufinden, welche finanziellen und strukturellen Hürden dazu führen, dass sich Menschen nicht gesund und bedarfsgerecht ernähren können.

Von der Frage zur Antwort - Wie wir an Informationen kommen
84 Menschen aus dem nördlichen Neukölln beantworteten unseren Fragebogen; darunter 71 Personen aus dem Rollberg und angrenzenden Wohnbereichen. Zeitgleich führten wir die Umfrage auch im QM-Gebiet Falkenhagener Feld (Spandau) durch, um auch auf Unterschiede zwischen den Stadtteilen eingehen zu können. Da uns die Perspektiven armutserfahrener Menschen bei diesem Thema besonders wichtig sind, befragten wir auch Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. Sie machen rund ein Fünftel der Antworten aus.
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Gemeinsam stricken für eine bessere Nachbarschaft

Handarbeitsprojekt für gute Zwecke
Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
In unserem Projekt kommen Frauen zu einem kreativen Workshop zusammen. Gemeinsam häkeln, stricken, nähen und sticken wir nicht nur schöne Einzelstücke, sondern bereiten auch gespendete Kleidung liebevoll auf und reparieren sie.
Dieses Engagement hat klare Ziele: Das gemeinsame nachbarschaftliche Beisammensein sowie die Unterstützung Tee- und Wärmestube Neukölln mit der aufbereiteten Bekleidungsspende.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Obdachlosenhilfe in Berlin direkt vor Ort zu unterstützen und den Menschen in der Nachbarschaft mit praktischer Hilfe und auch Geselligkeit beizustehen.
Wann? Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10:00 - 12:00 Uhr in der Kopfstr. 18
Kostenlos; Anmeldungen bitte telefonisch unter der Rufnummer 030 / 52104266
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Aktionen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft: Der Rollberger Aktionsfonds

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minAuch dieses Jahr ist es wieder so weit: Der Aktionsfonds-Aufruf 2026 startet! Bis zum 10.März könnt ihr beim QM eure Ideen für Aktionen in der schönen Rollberger Nachbarschaft einreichen und euch auf eine kleine Förderung bewerben, um diese auch wahrwerden lassen zu können.

Aktionsfonds? Nie gehört ...
Na, dann wird es aber Zeit! Über das QM-Team werden jedes Jahr 10.000 Euro für mehr Leben und Miteinander im Kiez zur Verfügung gestellt. Du hast eine gute Idee, die das Zusammenleben im Rollberg bereichern würde, aber kein Geld, um dein Vorhaben auch umzusetzen? Genau dafür ist der Aktionsfonds da. Jede Person, die im Rollberg wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bis zu 1500,- Euro stellen. Wichtig ist, dass nur sogenannte Sachmittel gefördert werden, keine Gehälter oder Honorare. D. h. du bekommst, alles, was du für die Durchführung deiner Aktion benötigst, wie etwa Lebensmittel und Geschirr, Dekorationsmaterial und Blumen, Erde und Kräutersamen, Farbe und Werkzeuge, Druck von Flyern und Postern u. s. w. Aber du und die Menschen, die dir eventuell helfen wollen, müssen die Aktion ehrenamtlich durchführen. Im Vordergrund stehen also dein Engagement und Einsatz für andere im Kiez. Weitere Infos und das Antragsformular findest du hier. Falls du dir unsicher bist, wie du das Ganze angehen sollst, kannst du auch immer einen Termin mit Stephanie vom QM-Team machen, sie nimmt sich gerne Zeit für all deine Fragen und berät dich in aller Ruhe.
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Rückblick: Geförderte Aktionen im Rollberg 2025

Projektfonds 2025














































Rückblick: Bauprojekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Projekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Events im Rollberg 2025

Teamfoto















































Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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Was tun bei rechtsextremistischen und diskriminierenden Vorfällen?

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Seit einiger Zeit häuft sich – wie schon berichtet – auch im Rollbergkiez das Auftauchen rechtsextremistischer Sticker und Tags (Schriftzügen) an Laternen und Stromkästen auf. Auch rechtsextreme Schmierereien und Graffitis an Wänden sind grade in besorgniserregender Häufigkeit zu erkennen. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen. Hier ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Registerstelle Neukölln in Trägerschaft von Yekmal e. V., die extrem rechte und diskriminierende Vorfälle dokumentiert.

Wer seid ihr? Was sind eure Aufgaben- beziehungsweise Wirkungsbereiche mit Yekmal e. V. sowie dem Register Neukölln?
Yekmal e. V. (Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland) ist ein freier gemeinnütziger Träger und zählt zu den sogenannten Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Der soziale Träger Yekmal e. V. blickt auf eine über 30-jährige Vereinsgeschichte zurück und ist in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit, Bildung, Empowerment und Teilhabe tätig. Der Antidiskriminierungsbereich von Yekmal e. V. trägt den Namen „Centrum für intersektionale Diversität“ (CiD) und vereint vier unterschiedliche Projekte. 


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