2 Planergemeinschaft fuer Stadt und Raum eG Kartengrundlage Geoportal BerlinWann und warum wird das QM Rollberg beendet? Welche weiteren QM-Gebiete werden beendet? Wie wird die Überleitungsphase in den kommenden Jahren ablaufen? Diese und weitere wichtige Fragen haben wir für euch in einem Beitrag zusammengefasst...



Wann wird das QM Rollberg beendet?
Das QM Rollberg wird nach 24 Jahren (seit 1999) zum 31.12.2027 beendet.

Warum wird das QM Rollberg beendet?
Prinzipiell ist das Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt immer eine zeitlich und örtlich begrenzte Förderung für besonders benachteiligte Gebiete. Mitte Juni 2023 teilte der Berliner Senat mit, 19 QM-Gebiete zum 31.12.2027 aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt zu entlassen. Grund dafür ist eine Verwaltungsvorschrift der Städtebauförderung des Bundes, welche vorgibt, dass die Förderung für QMs nun auf 15 Jahre begrenzt ist. In der Senatsvorlage vom Januar 2020 ist die Ankündigung der Überprüfung der Beendigung von Quartiersverfahren enthalten. Die VV Städtebauförderung 2022 hat die Laufzeitbegrenzung von Gesamtmaßnahmen auf 15 Jahre konkretisiert.

Eigentlich wird der Entwicklungsstand der QM-Gebiete in regelmäßigen Abständen im Monitoring Soziale Stadt überprüft und im Falle einer positiven Entwicklung aus der QM-Förderung entlassen. Bei den zu Dezember 2027 anstehenden Beendigungen der 19 QM-Gebiete ist jedoch die Verwaltungsvorschrift Städtebauförderung 2022 ausschlaggebender Grund der Beendigung, welche die Laufzeitbegrenzung von Gesamtmaßnahmen auf 15 Jahre fixiert.

Welche weiteren QM-Gebiete werden beendet?
Betroffen sind die QM-Gebiete Beusselstraße, Brunnenstraße, Moabit Ost, Reinickendorfer / Pankstr., Soldiner / Wollankstraße, Dammwegsiedlung, Donaustraße-Nord, Flughafen-straße, Rixdorf, Rollbergsiedlung, Sonnenallee / HDS, Falkenhagener Feld – West, Heer-straße-Nord, Spandauer Neustadt, Letteplatz, Wassertorplatz, Mehringplatz, Zentrum Kreuz-berg, Hellersdorfer Promenade.

Wie wird die Beendigung bzw. die Überleitungsphase ablaufen?
Wird ein Gebiet beendet, gibt es eine vorhergehende dreijährige Übergangsphase (01.01.2025 – 31.12.2027), damit aufgebaute Strukturen gefestigt werden können. In diesem Zeitraum sind alle Einrichtungen, Vereine, Initiativen und interessierte Bewohner*innen aber auch Politik und Verwaltung eingeladen, den Prozess aktiv mitzugestalten. Wie eine bestmögliche Überleitung umgesetzt werden kann, wird im sogenannten Aktionsplan festgelegt. Zur Erarbeitung des Aktionsplans wird das QM Rollberg ab Sommer 2024 intensive Gespräche mit allen relevanten Akteuren, dem Quartiersrat und der Öffentlichkeit führen und die Grundlage der nächsten drei Jahre Quartiersarbeit erarbeiten. Ziel der Überleitungsphase ist, es Kieznetzwerke und Nachbarschaftsgremien wie den Quartiersrat zu stärken, Ankerorte aufzubauen bzw. zu stärken, Leuchtturmprojekte zu sichern und Finanzierungsquellen für Rollberger Vereine und Projekte zu finden.

Was ist der Aktionsplan?
Im Aktionsplan werden- ähnlich wie im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept- Handlungsbedarfe und Verantwortlichkeiten identifiziert. Zudem wird festgelegt, welche Aufgaben und Projekte durch das Bezirksamt, die Stadtteilkoordination, die STADT UND LAND oder andere Akteure nach Abschluss des Quartiersmanagements für die Gebietsentwicklung übernommen werden können.

Wie lange können Projekte oder Aktionen im QM Rollberg gefördert werden?
Aktuelle Projekte laufen wie geplant weiter. Die Möglichkeit der Förderungen über den Aktionsfonds (bis zu 1.500€) wird es bis einschließlich Winter 2027 geben. Die letzten mehrjährigen Projekte werden voraussichtlich 2025 starten und spätestens zu Dezember 2027 auslaufen. Deshalb wird das QM-Team in den kommenden Jahren über alternative Fördermittel informieren und Qualifizierung im Bereich Fundraising für Initiativen anbieten. Inwieweit neue Projekte auch nach 2026 finanziert werden können, wird in den kommenden Jahren von der Senatsverwaltung mitgeteilt.

Gibt es die Möglichkeit, dass der Rollbergkiez eine andere Förderung erhält?
Die Senatsverwaltung teilte im Juli 2023 mit, dass bei einigen Gebieten möglicherweise ein längerfristiger Unterstützungsbedarf auch nach der QM-Beendingung am 31.12.2027 in Form eines Vor-Ort-Kümmerers besteht. Hierzu werden 2024 mit den Bezirken Gespräche über eine Nachsorgestruktur aus Landesmitteln geführt. Ab Januar 2028 besteht zudem die Möglichkeit einer Förderung über andere Senatsverwaltungen oder aus anderen kommunalen Fördertöpfen wie z.B. über die Gemeinschaftsinitiative (GI) oder Europa im Quartier.

Du möchtest bei der Kiezentwicklung in den kommenden Jahren mitreden und mitgestalten?
Im Rahmen der Rollbergkiez-Vertretung, dem Rollberger Quartiersrat, wird der Weggang des Quartiersmanagements in den kommenden Sitzungen diskutiert werden. Wer sich mit Nachbar*innen, lokalen Einrichtungen und QM austauschen will, meldet sich am besten direkt als Mitglied an oder kommt zu den nächsten QR-Sitzungen am: 18.09.2023 von 17-19 Uhr im Kiezanker e.V. oder am 06.11.2023 von 17-19 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum LESSING.

QM Rollberg, 07.08.2023

Bis zu 1500 € für deine Aktion im Kiez

KIEZFORUM SAVE THE DATE2 

Du hast eine gute Idee für eine Aktion im Rollberg aber kein Geld? Wir haben wieder 10.000€ im Topf und die warten auf gute Ideen, die einen Nutzen für die Rollberger Nachbarschaft haben. Aus dem Aktionsfonds können Kosten für Aktionen mit bis zu 1.500 € finanziert werden. Plane deine Aktion mind. 2 Monate im Voraus, für und mit deiner Nachbarschaft. Über die Vergabe der Gelder entscheidet die ehrenamtliche Aktionsfonds-Jury. Der Antrag muss bis zum 10 März bei uns eingehen, das QM-Team hilft gerne bei der Antragstellung. Alle nötigen Informationen dazu gibt es hier.
QM Rollbergsiedlung, Januar 2026, Illustration: Ulrike Jensen

Armut in Deutschland, Berlin, Neukölln und im Rollbergkiez


flaschensammler
Im Rahmen der des letzten Rollberger Kiezforums am 18.02.2026 wurde das Thema "Armut" aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet. Denn, mehr als ein Fünftel der Menschen in Deutschland (21,2 Prozent der Bevölkerung) gelten als arm. Das heißt, ihr Einkommen beträgt weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Bevölkerung. In Quartiersmanagement-Gebieten ist die Armutsquote immer besonders hoch, so auch im Rollbergkiez: hier leben über 50% der Familien in Armut. 

Was bedeutet Armut in einem reichen Land wie Deutschland?
Als arm gelten Haushalte, die sich bestimmte Güter und/oder Aktivitäten
nicht leisten können, die als normaler Lebensstandard gelten. Wer arm ist, kann beispielsweise die Wohnung nicht angemessen warmhalten, hat kein Geld für unerwartete Ausgaben, kann nichtr einmal im Monat essen gehen oder für eine Woche Urlaub im Jahr fahren.
Insbesondere die hohen Wohnungskosten (Miete, Nebenkosten) belasten viele Menschen zusätzlich. Rechnet man sie vom Einkommen ab, sind noch einmal 5,4 Millionen Menschen mehr von Armut betroffen – in Berlin ist es jeder vierte Haushalt.
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Auf in den Garten! – Der Frühling ist da!!

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minPünktlich zu den milden Temperaturen startet am 24.02.2026 der offene Gartentag im Nachbarschaftsgarten Rollberg Paradise. Am Ende der Roland-Krüger-Straße findet ihr einen wild verwachsenen und wunderschönen Ort, an dem schon bald wieder junges Grün sprießen und die Stadtnatur erwachen wird. Gemeinsam mit dem Gartenteam des Prinzessinnengarten Kollektivs laden wir euch ein, vorbeizuschauen und gemeinsam mit euren Nachbar*innen zu gärtnern. Das Team ist immer dienstags von 14 bis 17 Uhr auf der Fläche. Man kann die ganze Saison über regelmäßig teilnehmen oder auch nur ab und an, ganz, wie es euch passt!
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Wie isst der Rollberg?

Ein Forschungsprojekt zu Ernährungsgewohnheiten im Rollberg stellt sich vor
Gastbeitrag des Berliner Ernährungsrats e. V.

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
Anfang des Jahres 2025 haben wir uns auf den Weg gemacht, herauszufinden, ob die Rollberger*innen mit ihrer Ernährung und den Möglichkeiten, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft an gesunde Lebensmittel zu kommen, zufrieden sind. Wir, das sind der Ernährungsrat Berlin – eine Bürgerinitiative für gutes Essen – und Kolleginnen des Fachbereiches Ernährungspolitik der Humboldt Universität zu Berlin. Unser Ziel ist es herauszufinden, welche finanziellen und strukturellen Hürden dazu führen, dass sich Menschen nicht gesund und bedarfsgerecht ernähren können.

Von der Frage zur Antwort - Wie wir an Informationen kommen
84 Menschen aus dem nördlichen Neukölln beantworteten unseren Fragebogen; darunter 71 Personen aus dem Rollberg und angrenzenden Wohnbereichen. Zeitgleich führten wir die Umfrage auch im QM-Gebiet Falkenhagener Feld (Spandau) durch, um auch auf Unterschiede zwischen den Stadtteilen eingehen zu können. Da uns die Perspektiven armutserfahrener Menschen bei diesem Thema besonders wichtig sind, befragten wir auch Kundinnen und Kunden der Berliner Tafel. Sie machen rund ein Fünftel der Antworten aus.
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Gemeinsam stricken für eine bessere Nachbarschaft

Handarbeitsprojekt für gute Zwecke
Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min
In unserem Projekt kommen Frauen zu einem kreativen Workshop zusammen. Gemeinsam häkeln, stricken, nähen und sticken wir nicht nur schöne Einzelstücke, sondern bereiten auch gespendete Kleidung liebevoll auf und reparieren sie.
Dieses Engagement hat klare Ziele: Das gemeinsame nachbarschaftliche Beisammensein sowie die Unterstützung Tee- und Wärmestube Neukölln mit der aufbereiteten Bekleidungsspende.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Obdachlosenhilfe in Berlin direkt vor Ort zu unterstützen und den Menschen in der Nachbarschaft mit praktischer Hilfe und auch Geselligkeit beizustehen.
Wann? Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10:00 - 12:00 Uhr in der Kopfstr. 18
Kostenlos; Anmeldungen bitte telefonisch unter der Rufnummer 030 / 52104266
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Aktionen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft: Der Rollberger Aktionsfonds

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minAuch dieses Jahr ist es wieder so weit: Der Aktionsfonds-Aufruf 2026 startet! Bis zum 10.März könnt ihr beim QM eure Ideen für Aktionen in der schönen Rollberger Nachbarschaft einreichen und euch auf eine kleine Förderung bewerben, um diese auch wahrwerden lassen zu können.

Aktionsfonds? Nie gehört ...
Na, dann wird es aber Zeit! Über das QM-Team werden jedes Jahr 10.000 Euro für mehr Leben und Miteinander im Kiez zur Verfügung gestellt. Du hast eine gute Idee, die das Zusammenleben im Rollberg bereichern würde, aber kein Geld, um dein Vorhaben auch umzusetzen? Genau dafür ist der Aktionsfonds da. Jede Person, die im Rollberg wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bis zu 1500,- Euro stellen. Wichtig ist, dass nur sogenannte Sachmittel gefördert werden, keine Gehälter oder Honorare. D. h. du bekommst, alles, was du für die Durchführung deiner Aktion benötigst, wie etwa Lebensmittel und Geschirr, Dekorationsmaterial und Blumen, Erde und Kräutersamen, Farbe und Werkzeuge, Druck von Flyern und Postern u. s. w. Aber du und die Menschen, die dir eventuell helfen wollen, müssen die Aktion ehrenamtlich durchführen. Im Vordergrund stehen also dein Engagement und Einsatz für andere im Kiez. Weitere Infos und das Antragsformular findest du hier. Falls du dir unsicher bist, wie du das Ganze angehen sollst, kannst du auch immer einen Termin mit Stephanie vom QM-Team machen, sie nimmt sich gerne Zeit für all deine Fragen und berät dich in aller Ruhe.
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Rückblick: Geförderte Aktionen im Rollberg 2025

Projektfonds 2025














































Rückblick: Bauprojekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Projekte im Rollberg 2025

Projektfonds 2025















































Rückblick: Events im Rollberg 2025

Teamfoto















































Rollberger Stadtteilmütter kreativ gegen antimuslimischen Rassismus

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

In letzter Zeit tauchen im Kiez vermehrt rechtsextremistische Sticker und Tags auf, also kleine Aufkleber an Laternen und Stromkästen oder Schmierereien an Wänden. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen – einer von ihnen ist Dominik vom Institut für konkrete Utopien. Dieses hat die Problematik gemeinsam mit den Rollberger Stadtteilmüttern diskutiert und Plakate und Sticker entwickelt.

Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind das Institut für konkrete Utopien, ein Projekt des Club of Engineers and Friends e. V. und wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir als Menschen in Zukunft leben wollen.
Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen ihre Kreativität entfalten und zu Denker*innen und Visionär*innen werden können. 
Gemeinsam wollen wir über alternative Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nachdenken und positive Zukunftsvorstellungen – Utopien –  entwickeln.
Unsere Utopien wollen wir direkt in die Umsetzung bringen, also künstlerisch sichtbar machen und somit zu „konkreten“ Utopien entwickeln. Hierbei möchten wir vor allem Menschen einbinden, die keine Stimme haben, bzw. in unserer Gesellschaft seltener Gehör finden. Das Projekt wird vom Bund gefördert unter dem Schlagwort gesellschaftlicher Zusammenhalt. 


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Was tun bei rechtsextremistischen und diskriminierenden Vorfällen?

Plakat Kiezputz 23.03.2023 final min

Seit einiger Zeit häuft sich – wie schon berichtet – auch im Rollbergkiez das Auftauchen rechtsextremistischer Sticker und Tags (Schriftzügen) an Laternen und Stromkästen auf. Auch rechtsextreme Schmierereien und Graffitis an Wänden sind grade in besorgniserregender Häufigkeit zu erkennen. Wir haben zu dieser Entwicklung mit Akteur*innen gesprochen, die sich in Neukölln mit Antirassismus beschäftigen. Hier ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Registerstelle Neukölln in Trägerschaft von Yekmal e. V., die extrem rechte und diskriminierende Vorfälle dokumentiert.

Wer seid ihr? Was sind eure Aufgaben- beziehungsweise Wirkungsbereiche mit Yekmal e. V. sowie dem Register Neukölln?
Yekmal e. V. (Verein der Eltern aus Kurdistan in Deutschland) ist ein freier gemeinnütziger Träger und zählt zu den sogenannten Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Der soziale Träger Yekmal e. V. blickt auf eine über 30-jährige Vereinsgeschichte zurück und ist in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit, Bildung, Empowerment und Teilhabe tätig. Der Antidiskriminierungsbereich von Yekmal e. V. trägt den Namen „Centrum für intersektionale Diversität“ (CiD) und vereint vier unterschiedliche Projekte. 


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