Plakat Kiezputz 23.03.2023 final minImmer mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr öffnet der Winterspielplatz in der St. Clara-Gemeinde seine Pforten für Kinder von 0 bis 6 Jahren in Begleitung eines betreuenden Erwachsenen.
„Heute sind wir zum vierten Mal in diesem Herbst geöffnet“, erläutert Agnes-Maria Streich, die die Koordinatorin vor Ort ist. „Beim ersten Mal waren etwa 15 Kinder da. Jetzt sind wir bei 30. Bei geringen Temperaturen und grauem Nieselregenwetter wird das in den nächsten Wochen so bleiben oder noch mehr werden. Anfang des Jahres, im Januar und Februar sind wir regelrecht überrannt worden. Da kamen einmal 65 Kinder und wir mussten tatsächlich den Einlass stoppen.“
Der Winterspielplatz in der Briesestraße 17 ist eine von sehr wenigen Einrichtung dieser Art in Nord Neukölln. Im Global Village gibt es noch die „Ludothek global“, die an Dienstagvormittagen sowie Mittwoch und Freitag nachmittags für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Begleitung der Eltern oder einer Betreuungsperson geöffnet hat.
„Der Winterspielplatz“, fährt Agnes-Maria Streich fort, „ist eine Marke der Berliner Stadtmission. Das heißt, er muss bestimmte Kriterien erfüllen und deren Einhaltung wird auch überprüft. Früher gab es einen ähnlichen Winterspielplatz in St. Richard, aber hier in der Briesestraße sind die Räume schöner – wenn auch ebenfalls in absehbarer Zeit eine Renovierung ansteht.“

Spielen, toben, bällebaden
Für die Kinder ist in erster Linie wichtig, dass es im Raum Platz gibt. Sie können spielen, toben, ins Bällebad springen, auf aufblasbaren Hüpfpferden reiten, rutschen oder mit Bauelementen, die fast so groß sind wie sie, Häuser und Objekte bauen.
„Die Bauelemente sind aus der Richardstraße mit hierher umgezogen. Das war, genau wie jetzt hier ebenfalls eine Kooperation zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche. Der Rest kommt aus Spenden, seit Anfang 2025 werden wir auch aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements Rollbergsiedlung unterstützt. So konnten wir unter anderem das Bällebad und unsere Rutschen anschaffen. Das kostet ja alles!“
Was auffällt, ist, dass hier überproportional viele Väter mit ihren Kindern anzutreffen sind. Sie stehen etwa um die Werkbank und die Puppenküche oder unterhalten sich in kleinen Gruppen. „Letztes Jahr haben wir uns für eine Zeit zu einem richtigen kleinen Vätertreff entwickelt. Das hat sich wohl aufgrund der Elternzeit ergeben, die die Väter zu der Zeit genommen hatten.“
Und auch ganz Kleine sind da. „Das jüngste Baby, das regelmäßig mit seiner Mutter herkommt und auch vor vier Wochen schon da war, ist jetzt gerade mal acht Wochen alt.“

Zentrale Lage und ein paar Regeln.
Was den Standort neben der Größe des Raums so geeignet als Spielort und Wintertreff macht, ist seine Lage. „Es ist wichtig für uns, dass wir hier die Tür aufmachen, und von überall in Neukölln kommen sie“, sagt Agnes-Maria Streich. Gleich um die Ecke auf der Karl-Marx-Straße ist die nächste Station der U7, aus der Rollbergsiedlung sind es nur wenige Meter bis hierher.
Die Snacks, die angeboten werden, kommen vom CARIsatt-Laden aus der Weißen Siedlung, der über Spenden von Supermärkten betrieben wird. Getränke werden vom Projekt selbst gekauft.
Und dann gibt es, damit alles einvernehmlich klappt, noch einige wenige klare Regeln: Die Schuhe werden zum Spielen ausgezogen, der Essens- und Spielbereich sind getrennt – und ab 17:40 Uhr, wenn die Glocke ertönt, wird gemeinsam aufgeräumt. Schließlich wollen auch andere den Raum im Anschluss für sich und ihre Projekte nutzen.
Außerdem gern gesehen sind weitere Helfer*innen, die nicht viel mehr mitbringen müssen als jeden Mittwoch etwa zweieinhalb Stunden Zeit – vom Aufbau ab 15:30 Uhr bis nach dem Abbau um 18:00 Uhr. Zum Einstieg wird darüber hinaus ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis benötigt sowie der Wille, sich in drei Stunden präventiv zu sexualisierter Gewalt schulen zu lassen.

Infos und Kontakt:
Agnes-Maria Streich
Tel.: 0160 929 965 54
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Text und Bild: H. Heiland, 27.11.2025

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