Die Frühstücksgruppe im Kiezanker zur niedrigschwelligen Elternberatung
„Zum einen“, sagt Rojda, „ist da die Frühstücksgruppe jeden Montag von 9:00 bis 11:00 Uhr im Kiezanker. Momentan kommen immer etwa zehn bis 15 Frauen aus dem Kiez, manchmal auch 20. Wir frühstücken zusammen und tauschen uns zu Themen, die Familien im Kiez betreffen, wie Diskriminierung, Rassismus und ähnliche Herausforderungen im Alltag, aus. Das Frühstück ist aber nicht auf Frauen beschränkt, sondern im Prinzip für alle Nachbar*innen aus dem Kiez offen.“ Hero ergänzt: „Wir geben in kleinen Referaten Input zu Themen, die alle interessieren. Zum Beispiel wurde schon über KI und Fake News diskutiert, über Mehrfachdiskriminierung und über Erfahrungen von Teilnehmern mit Diskriminierung in der Schule oder am Arbeitsplatz. Aber auch mit biografischem Erzählen haben wir uns schon beschäftigt. Die Frühstücksgruppe schafft für die Teilnehmenden einen geschützten Raum. Hier finden sie Zeit, sich auszutauschen, über ihre Erfahrungen zu sprechen und sich beraten zu lassen.“
Aufbau und Unterstützung einer lokalen Elterninitiative zur Diskriminierungsprävention im Kiez
Seit Mitte Februar gibt es zudem eine Elterngruppe, in der über verschiedene Alltagsprobleme gesprochen werden kann – darunter auch Herausforderungen im Zusammenhang mit den Schulen im Kiez. Dabei geht es unter anderem um Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus im Alltag sowie im schulischen Umfeld. Ziel ist es, Eltern zu begleiten, Austausch zu ermöglichen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Rojda erklärt: „Wir verstehen uns dabei als externe Mediatorinnen."
In Vorbereitung: Empowerment-Workshops mit Kindern und Jugendlichen in der Lessinghöhe
Ab Anfang April soll es in den Räumen des Kinder- und Jugendzentrums Lessinghöhe zusätzlich Workshops mit Jugendlichen geben. Thema wird auch hier die Frage sein „Was ist Rassismus oder Diskriminierung?“ Jugendliche sollen in diesem Rahmen ihre Erfahrungen im (Schul-)Alltag schildern und von Fällen berichten, die sie erlebt haben. Dann wird es darum gehen, diese Erfahrungen gemeinsam zu bearbeiten. Das alles soll spielerisch und interaktiv geschehen. Sobald es einen bestätigten ersten Termin gibt, werden wir berichten.
Weitere geplante Aktivitäten:
- Weiterbildungen für Fachkräfte in Kinder- und Jugendeinrichtungen, Verwaltung und an Schulen
- Aktivitäten mit Kooperationspartnern: Medienkompetenzzentrum Neukölln, das Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe, die Regenbogen Grundschule, Morus 14 e. V., MaDonna e. V.
Jeden Montag und Mittwoch zwischen 16:00 und 19:00 Uhr können dem Team der Anlaufstelle gegen Diskriminierung in der Boddinbox darüber hinaus Fälle von Diskriminierung gemeldet werden.
Hier findet ihr mehr Infos zum Projekt zum Download.
Hier den Projektflyer zum Download.
Hier den Flyer für Eltern und Jugendliche zum Download.
Fragen und Hinweise rund um das Thema Diskriminierung gerne an:
Neuköllner Anlaufstelle gegen Gewalt und Diskriminierung
Rojda (Projektleitung "Respekt leben")
Tel.: 0174 358 13 21
Ort: Mainzer Straße 26 A, 12053 Berlin
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Text und Bild: H. Heiland, März 2026





