Kinder und Jugendliche im Fußball zu trainieren ist eine große Herausforderung. Nimer El-Khodr hat diesen Schritt gewagt und ist einer der ersten Streetfootballworker Neuköllns. Der 25-jährige Mitarbeiter der Lessinghöhe hat dazu erfolgreich eine Ausbildung bei buntkicktgut abgeschlossen.
buntkicktgut ist eine interkulturelle Bolzplatzliga und existiert in Berlin seit dem Herbst. In München gibt es das Projekt bereits seit 1997. Doch auch in Berlin handelt es sich nicht um eine Neugründung, die Liga hieß zuvor Champions Neukölln. Zwischen buntkicktgut und den Champions Neukölln gab es aber so viele Gemeinsamkeiten, dass man sich zusammengetan hat und unter einem Namen den Ball laufen lässt.
Eine Mannschaft bei buntkicktgut wird immer von einem Streetfootballworker betreutet. „Der ist mehr als nur ein Trainer, er ist stets Vorbild und kümmert sich auch außerhalb des Fußballplatzes um seine Mannschaft“, erzählt Nimer El-Khodr.
Die Ausbildung zum Streetfootballworker besteht aus vier Teilen: Einem Workshop in München, einem Jugendgruppenleiterkurs, einem Erste-Hilfe-Kurs und einem Grundlehrgang zum Trainer beim Berliner Fußballverband.
Nimer hat das Glück, an der Lessinghöhe perfekte Bedingungen vorzufinden. Im Sommer kann auf dem eigenen Platz mit Flutlicht gespielt werden und im Winter stellt die Regenbogengrundschule ihre Sporthalle zur Verfügung. Die zehn Mädchen und zwölf Jungs seiner Mannschaft trainieren zweimal wöchentlich. Fußball ist für Nimer ein ideales Mittel der Jugendarbeit: „Durch Erfolge erfahren die Kinder Anerkennung. Während der Turniere lernen sie zudem Kinder aus anderen Kiezen kennen.“
Derzeit gibt es sechs aktive Streetfootballworker in Neukölln. Die Liga möchte in den nächsten Jahren maximal 15 Streetfootballworker ausbilden. Gerade sucht der Aki Kinderclub einen Jugendlichen ab 16 Jahren oder einen jungen Erwachsenen, der sich zutraut, Streetfootballworker zu werden. Eine Mannschaft gibt es bereits. Interessenten können sich beim AKI Kinderclub melden.

 

Text: S. Hensche, Rollberginfo