2020 logo kiezankerEs ist eine Binsenweisheit: Erst eine gute Bildung ermöglicht eine gleichberechtigte, selbstbewusste Teilhabe an der Gesellschaft. Bildung fängt früh an: im Elternhaus, in der Kita und natürlich in der Schule. Aber nicht alle Kinder haben die gleichen Zugangsvoraussetzungen zu guter Bildung. Manchmal stehen sprachliche oder kulturelle Barrieren einer guten Bildung im Wege. Selbst dann, wenn sich die Eltern viel Mühe geben. Um Eltern darin zu unterstützen, ihre Kinder zu fördern, gibt es ein neues Projekt im Rollbergkiez: "Elternbildung im Rollberg", das der Verein Kiezanker e.V. umsetzt.

Warum gibt es das Projekt?
Eltern haben viele Fragen. Wie verhalte ich mich gegenüber Erzieher*innen und Lehrer*innen? Was sollte mein Kind können, wenn es in die Schule kommt? Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich in der Erziehung nicht mehr weiter weiß? Wo kann mein Kind gut deutsch lernen, wenn meine Sprachkenntnisse nicht gut sind? Solche und andere Fragen stellen sich viele Eltern. Deshalb ist es notwendig, Eltern zu unterstützen.
Da es im Rollberg kein Familienzentrum gibt, an das sich Eltern wenden können, hat der Verein Kiezanker e.V. ein neues Projekt gestartet: "Elternbildung im Rollberg". Das Projekt wird vom Quartiersmanagement aus Mitteln des Programms Sozialer Zusammenhalt gefördert.

Was passiert im Projekt Elternbildung?
Das Projekt hat mehrere Bestandteile: die Beratung von Eltern, die Organisation von Workshops, die Vermittlung von Informationen und den Aufbau eines lokalen Elternnetzwerkes

Beratung von Eltern
Die Mitarbeiter*innen des Kiezankers e.V. beraten Eltern von Kita- und Grundschulkindern aus dem Rollberg. Dabei geht es z.B. um Anmeldungen in der Kita oder der Schule. Oder um Beratung bei Erziehungsproblemen. Die Mitarbeiter*innen geben Tipps, wie man die Kinder fördern kann. Außerdem begleiten und unterstützen sie Eltern bei offiziellen Gesprächen auf Ämtern, in der Kita oder der Schule. Wichtig dabei ist, dass die Eltern sich irgendwann selbst trauen, diese Gespräche auch alleine zu führen.

Workshops und Infoveranstaltungen
Ein weiterer Baustein des Projektes sind Workshops und Info-Veranstaltungen. Welche Themen in den Veranstaltungen behandelt werden, richtet sich nach dem konkreten Bedarf. Bislang gab es schon Veranstaltungen zu den Themen Mehrsprachigkeit, sexuelle Gewalt, Frauen- und Kinderschutz sowie Sprachentwicklung bei mehrsprachigen Kindern. Außerdem wurde in drei Workshops digitale Programme für Videokonferenzen erklärt und ausprobiert. Solche Programme werden oft von Schulen für den Fernunterricht benutzt.

Vermittlung von Informationen
Gerade in Corona-Zeiten zeigt sich: Gute Informationen sind wichtig. Aber wie erreicht man auch Menschen, die nur geringe Deutschkenntnisse haben? Im Kiezanker e.V. arbeiten Frauen mit, die mehrsprachig oder mit verschiedenen Muttersprachen aufgewachsen sind. Deshalb ist es möglich, auch Beratungen in unterschiedlichen Sprachen anzubieten. Um viele Eltern zu erreichen, soll es auch telefonische Beratungen geben und es soll eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet werden, über die aktuelle Informationen schnell vermittelt werden.

Gemeinsam mit Partnern arbeiten / Aufbau eines Netzwerkes
In dem Projekt arbeitet der Kiezanker e.V. mit anderen Einrichtungen aus dem Kiez zusammen. Ziel ist es, ein Netzwerk aufzubauen, in dem z.B. die Schulen, die Kitas, Beratungsstellen und bezirkliche Angebote vertreten sind. Bei Bedarf, können sich alle miteinander austauschen und Familien konkret helfen.
Für die Workshops und Infoveranstaltungen sucht sich der Verein fachkundige Unterstützung. Es ist z.B. geplant, mit dem Gesundheitskollektiv Berlin (Geko) Info-Veranstaltungen anzubieten, bei denen es um Gesundheit geht. Die Mitarbeiterinnen des Kiezanker e.V. bieten den Kooperationspartnern eine Übersetzungshilfe an, damit die Familien in der Corona-Zeit richtig informiert werden. Die meisten Familien haben Sprach- und Verständnisprobleme, die durch die Übersetzung in die Muttersprache überwunden werden können.

Hilfe während der Corona-Pandemie
Neben dem Aufbau schneller Info-Kanäle will der Kiezanker e.V. unter anderem digitale Arbeitsplätze einrichten, eine Hausaufgabenhilfe anbieten und ein Schüler*innen-Betreuer*innen-Netzwerk aufbauen. Darüber hinaus sind Informationsveranstaltungen zu Corona und dem Thema Impfen geplant.

Was passiert in der nächsten Zeit?
Zur Zeit bietet der Kiezanker e.V. Corona bedingt eine telefonische Beratung an. Die geplanten Workshops mit dem Geko finden ab 2021 statt. Wer Fragen zu Schule, Erziehung oder anderen familiären Themen hat, kann sich gerne über WhatsApp oder telefonisch bei Yildiz Yilmaz melden: Tel.: 0179 735 12 41

Über den Verein Kiezanker e.V.
Im Kiezanker e.V. arbeiten ehrenamtlich Frauen aus dem Rollberg mit. Die meisten haben selbst einen Migrationshintergrund und kennen die Probleme anderer Eltern sehr gut. Der Verein bietet seit einigen Jahren Beratungen an und organisiert z.B. Ausflüge für Mütter und Kinder. In der Regenbogenschule leitet der Verein das Elterncafé.

Kontakt:
Kiezanker e.V.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kiezanker.de


Das Projekt "Elternbildung im Rollberg" wird wird mit Mitteln aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert.



Text: M. Hühn, 2020


Corona-Pandemie: Nützliche Infos, Hilfsangebote und Adressen

Liebe Rollberger Bewohner*innen, Akteure und Interessierte des Rollbergquartiers,
damit Sie den Überblick behalten, stellen wir hier eine kleine Übersicht mit wichtigen Informationen und Hilfsangeboten zur Verfügung.

Ihr QM-Team Rollberg

Elternbildung im Rollberg

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AKI e.V.: Digitales Lernen - Unterstützung für Schüler*innen und Eltern

aki computertreff plakat klNatürlich wünscht sich niemand einen zweiten Lockdown, am wenigsten wohl Eltern und Schüler*innen. Wir erinnern uns: Die Schulaufgaben kamen per Mail, Schüler*innen und Lehrer*innen konnten nur online kommunizieren, zahllose Texte mussten ausgedruckt werden und vieles mehr. Glücklicherweise entwickelten sich im Rollbergkiez schnell Hilfsangebote für die Kinder und Eltern. Unter anderem stellt das Arabische Kulturinstitut AKI e.V. Drucker, Computerarbeitsplätze und Know how zur Verfügung. Mit finanzieller Unterstützung durch das Quartiersmanagement baut AKI e.V. sein Angebot nun weiter aus.

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Thema Inklusion: Bürgerzentrum sucht Interviewpartner*innen

2020 studie buergerzentrumDas Bürgerzentrum hat ein Studie in Auftrag gegeben, um sich dem Quartier, v.a. der Vielfalt des Quartiers noch mehr zu öffnen. Alles vom Keller bis zum Dachgarten, vom Flyer bis zur Homepage und vom Koch bis zur Sozialberaterin soll noch inklusiver, noch offener für alle werden. Machen Sie mit!
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Wo ist die Natur im Kiez? Eine neue Wegekarte gibt Auskunft

2020 wegekarte wundervolles gruenEs gibt nicht wenige Kinder im Rollbergviertel, die noch nie einen Wald, Felder oder Bäche gesehen haben. Durch die Innenstadtlage und dicht bebaute Siedlungsstruktur ist der Kontakt der Rollberger Kinder und Jugendlichen zur Natur stark begrenzt und viele verlassen nur selten den Kiez. Dabei existiert Natur auch vor der Haustür. Das Projekt "WunderVolles Grün - Umweltbildung in der Rollbergsiedlung" des Trägers Baufachfrau Berlin e.V. hatte sich vorgenommen, mit Kindern und Jugendlichen diese Orte zu entdecken. Jetzt gibt es eine Karte, auf der naturnahe Orte im und um den Kiez herum eingezeichnet sind. -> weiter

Die AlWiG-Gruppe im Rollbergviertel in Zeiten von Corona

herbst rollbergSeit 2007 gibt es "AlWiG" im Rollbergquartier. AlWiG ist die Abkürzung für "Allein Wohnen in Gemeinschaft" und ist ein Modellprojekt, das auch außerhalb des Gebietes wahrgenommen wird: Ältere Menschen tun sich zusammen, um eine lockere Wohngemeinschaft zu bilden. Eine der ersten Bewohnerinnen ist Bärbel Ristow. Sie hat nun ein persönliches Stimmungsbild darüber geschrieben, welche Bedeutung die Gruppe in Corona-Zeiten für sie hat.
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Repair Café

Jeden 2. und 4. Mittwoch, 16 - 19 Uhr

2020 juni repair cafe wagen lessinghoeheViel zu oft werden Dinge weggeworfen, weil sie einen kleinen Schaden haben, der ohne großen Aufwand repariert werden könnte. Mit etwas Geschick, Wissen und dem richtigen Werkzeug kann man das meiste wieder in Gang setzen. Das ist auch die Philosophie der Repair Cafés: Dinge zu reparieren anstatt sie in die Tonne zu werfen. Im Rollbergviertel wird das Repair Café vom Projektträger Yesil Cember organisiert, der das Projekt "Teilen, tauschen, reparieren - Nachhaltigkeit in der Rollbergsiedlung" betreut.

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